FeedHalmstad
ErdkundeBrockhaus 1882

Halmstad, Hauptstadt der schwed. Provinz Halland (s. d.), in anmutiger Lage an der Mündung des lachsreichen Nissan und an der Eisenbahn H.⸗ Näßjö, zählt Stemnh 8700 C. und hat eine große Tuchfabrik, Steinhauerei, mechan. Werkstätte, wei Bierbrauereien, Seebäder, eine Kaltwasser-Mane eine Privatbank, höhere Schulen (auch ur Mädchen), eine Gewerbeschule für Mädchen, chem. Station für Agrikultur und Gewerbe. Die Sundels von Holz und Getreide ist bedeutend. Die Handelsflotte von H. zählte (1880) 29 Segelschiffe von 1708 t und 8 die Kudensa von 1511 t und 665 Pferdekräften. Die Küstenfahrt ist sehr lebhaft, sowie auch der 3. Jahr mit dem Auslande. H. wird schon im 13. Jahrh. als Stadt genannt und war auch wohl wegen seiner centralen Lage während der Kalmarischen Union mehrmals Sammlungsplatz der nordischen Reichsräte. Etwas südlich von H., bei Jyllebro, gewann Karl XI. am 17.Aug. 1676 einen glänzenden Sieg über die Dänen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 741Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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