Frangois (Marie Luise von), Nichte des vori41 0 Novellistin, 1— 27. Juni 1817 zu Herzberg ei Weißenfels, lebt in Weißenfels. Sie trat als Novellistin zuerst 1855 mit einer Erzählung im „Morgenblatto auf: »Der Erbe von Saldecko, der mehrere andere in diesem und ähnlichen Blättern folgten. Bedeutenden Erfolg errang sie durch den Roman Die letzte Reckenburgerino (2 Bde., Berl. 1871 u. öfter), behauptete diesen Ruhm durch Frau Erdmuthens Zwillingssöhner (2 Bde., Berl. 1873), „Stufenjahre eines Glücklichene (2 Tle., Lpz. 1877 u. öfter) und „Der Katzenjunker» (1879). Ihre kleinern Erzählungen sammelte sie unter den Titeln „Ausgewählte Novelleno (Berl. 1868), 4Erzählungen » (2 Bde., Braunschw. 1871), «Hellstädt und andere Erzählungen (3 Bde., Berl. 1874), Natur und Gnader, nebst andern Erzählungen (3 Bde., Berl. 1876), «Phosphoreus Hollundero und Zu Füßen des Monarcheno (Stuttg. 1881). Im J. 1882 erschien das originelle Lustspiel «Der Posten der Frau» (Stuttg.), welches im Siebenjährigen Kriege spielt. In allen ihren Schriften zeigt sich Luise von als gemütvolle, feine Kennerin des menschlichen erzens, von bedeutendem Erzählertalent.