Eybel (Adolf), Historienmaler, geb. 24. Febr. 1808 in Berlin, machte seine ersten Studien auf der dortigen Akademie unter engerm Anschluß an Professor Kolbe und ging 1834 nach Paris, wo er besonders im Atelier von Delaroche arbeitete und bis 1839 blieb. Seitdem war er ununterbrochen in seiner Heimat thätig. Er lieferte unter anderm ein Freskogemälde in der Altarnische der Kirche zu Sacrow bei Potsdam, ferner die Reformatorensfiguren in der Schloßkapelle zu Berlin in Stereochromie und zwei umfangreiche Friesbilder für das Schloß zu Putbus auf Rügen (Darstellungen aus der Geschichte der Insel). Seit 1849 leitete er die Tierklasse der berliner Akademie und war Professor, sowie Mitglied des Senats derselben. Von seinen Staffeleibildern behandeln die frühesten Genremotive, Scenen aus dem Leben der Fischer, des Marktes u. a.; im Gebiete der Geschichtsmalerei machte er sich zuerst vorteilhaft durch das 1846 vollendete große Gemälde der Schlacht bei Fehrbellin bekannt, welches sich im königl. Schlosse zu Berlin befindet. Für die Gedenkhalle des kronprinzlichen un lais dortselbst malte er die Taufe der Kronprinzessin Victoria. Andere seiner Darstellungen sind namentlich der deutschen Vorzeit und den Erzählungen Walter Scotts entlehnt. Daneben war E. als geschätzter Porträtmaler thätig und hat unter andern Gomreiche Ritterbildnisse ausgeführt. Klarheit der Komposition und Energie des Farbenvortrags, in welchem er sich mit Erfolg an die moderne franz. und belg. Historienmalerei anschloß, bestimmen und begrenzen den Wert seiner Leistungen. In den spätern Lebensjahren sah er sich ———— zunehmender amtlicher Obliegenheiten selten in der Lage, größere Arbeiten durchzuführen. Er starb 12. Okt. 1882.