Fadenwürmer (Filarida) nennt man sehr dünne, fadenförmige, lange, drehrunde Würmer, welche eine Familie der Rundwürmer (Nematoden) bilden, bei den verschiedensten Tieren, seltener beim Menschen, im Magen oder im Innern der Organe leben, wohin sie keils durch direktes Einbohren, teils durch den Blutstrom ge ommen sind, und die meistens mikroskopische lebendige Junge gebären. Die Lebensweise der meisten Arten, deren man nahe an 200 kennt, ist noch nicht vollständig erforscht. Die Familie, deren Typus die Gattung Filaria ist, wurde neuerdings in viele Gruppen gespalten. Beim Menschen hat man F. im Blute, zuweilen sogar im Auge und in der Krystalllinse gefunden. In den Tropengegenden, Ost⸗ und Westindien, Brasilien und Agypten, findet sich häufig im Blute ein Fadenwurm im Embryonalzustande, welcher die Nieren durchwandert und selbst tödliches Blutharnen (Chylurie) verursacht. Die berüchtigtste Art ist der Guinea⸗ oder Medinawurm (Dracunculus medinensis), eine im südl. Asien und Afrika beon e Art, deren Weibchen sich unter die Haut, esonders der Beine einbohrt und dort eine Citerbeule verursacht. Der Wurm hat die Dicke einer dünnen Violinsaite und erreicht mehrere Meter Länge. Man haspelt ihn langsam über ein Röllchen aus dem geöffneten Abscesse heraus, da ein Abreißen die Eiterung sehr gefährlich machen soll. In den Citerbeulen finden sich stets nur Weibchen und diese haben weder After⸗ noch Geschlechtsöffnung, sodaß die den Körper erfüllenden Jungen nur durch Platzen des Weibchens frei werden können. Die mit einem langen Pfriemenschwanze versehenen Jungen gelangen mit dem Eiter des Abscesses, den Verbandstücken u. s. w. in das Wasser, wandern in Krebsflöhe (Cyclops) von außen ein und bleiben dort lange Zeit, indem sie ihre Gestalt ändern. Wie sie aus den Krebsflöhen in den Menschen kommen, ist noch unbekannt; wahrscheinlich aber gelangen sie mit dem Trinkwasser in den Mai In, werden dort frei und wandern dann in den rganen bis zum Zellgewebe der Haut. Burley Mill in Schottland, bildete sich in der edinburgher Schule. Seine romantische Richtung, welche sentimentale Effekte nicht verschmäht, gewann großen Beifall. Sein Bild, die Freunde Walter Scotts, verschaffte ihm schon 1849 die Aufnahme in die Schottische Akademie. Zu Fis hervorragendsten Werken gehören: die Waise (1855), die erste Lücke in der Familie (1857), Sonntag in den Leblemen lis der Gottesacker, Veilchen und Schlüsselblumen (1874) u. a. Das Interesse geht bei diesen Leistungen jedoch nie über das Gegenständliche Rueu⸗ dazu zeigt sich eine große Einförmigkeit in einen Typen. So beschränkt sich seine Bedeutung auf die einer Modegröße, welcher jedoch früher mit Ausnahme der objektiven Kritik alles zufiel. Fanza, bei den Römern Faventia, Stadt und Bischofssitz in der ital. Provinz Ravenna, am Amone (im Altertum Anemo), dem Kanal Zanelli, der gegen N. in den Po di Primaro führt, auf der Via Emilia und an der Linie Bologna-Otranto der Südbahn gelegen, 37 EKm im SW. von Ravenna, in 24 m Höhe, ist sehr regelmäßig gebaut, mit Mauern umgeben und hat (1881) 36042 C. (als Gemeinde). An dem mit Bogengängen umgebenen und einem monumentalen Springbrunnen von 1621 gezierten Hauptplatze, auf welchem die vier Hauptstraßen einmünden, stehen die Kathedrale San-Costanzo (nach Konstantius, 313 erster Bis chof von F., benannt), mit dem Grabmal San-Savinios von Benedetto da Majano (1472), das Rathaus, ehemals Palast der Manfredi, mit hohem, künstlich durchbrochenem Turme, und das Theater. Die Kirchen der Serviten, dell Annunziata, des heil. Bernardo und der Crosservanten sind teils architektonisch, teils wegen der Gemälde merkwürdig. Die Bibliothek zählt gegen 26000 Bände und besitzt einen Johannes Baptista von Donatello; ebenda befindet sich die Pinacoteca mit Werken einheimischer Maler (Bertucci, Guido Reni u. a.); in der Commenda ein schönes Freskogemälde von 1533: Madonna mit Heiligen von Girolamo da Treviso. Die Stadt ist der Hauptort des Untervraetn Kreises und als solcher der Sitz der Unterpräfektur; sie ben ein königl. Lyceum, welches eine Gemälde alerie esitzt, ein Kommunalgymnasium und eine technische Schule. Berühmt ist F. durch seine im 15. Jahrh. sehr bedeutenden Majolikafabriken (s. Fayence) und seine Seidenspinnereien. Dem hier 1608 geborenen Naturforscher Torricelli, dem Erfinder des Barometers, ist bei der Kirche San-Francesco eine Marmorstatue errichtet worden. Die Umgegend ist trefflich angebaut und reich an Wein und Flachs. Hier siegte 82 v. Chr. Sulla über Carbo, 542 Totilas über die Oströmer; Friedrich II. eroberte F. 1241 nach achtmonatlicher Belagerung, und 1376 ward es von dem päpstl. Heerführer Hawkwood ge⸗ „lündert, wobei 4000 Menschen umkamen. Im J. 1500 verteidigte es der 17jährige Astorre Manfredi Cow Cesare Borgia. In der Nähe befinden sich chwefelgruben und Mineralquellen. aerno (Gabrielle), ital. Vhilolog und Dichter, Ler in Cremona, gest. 17. Nov. 1561. Er gab den erenz (Flor. 1565) und Asop (Rom 1564) heraus. afnir, der Sohn Hreidmars und Bruder des Regin, welche in der deutschen Sagengeschichte eine bedeutende Rolle spielen, da sie im Besitze des großen Goldhortes sind, den die drei Götter Odin, Hönir und Loki für die Ermordung von F.s Bruders Ottr gezahlt hatten. F., der habgierigste der Buder erschlägt seinen Vater und versagt seinem ruder Regin sein Erbteil. In Drachengestalt, den Schreckenshelm auf dem Haupte, hütet er auf der Gnitaheide das Gold. Von Regin angestachelt, stellt Sigurd ihm nach und durchbohrt ihn, als er zum Wasser kriechen wollte und in die von Sigurd egrabene Grube gefallen war. Sterbend warnt den Sigurd, als er dessen Namen erfahren und ihm seine Unfreiheit vorgeworfen hatte, vor dem Golde, auf welchem der Fluch der Götter ruhe.