Faginoli (Giambattista), ital. Dichter, geb. 24. Juni 1660 zu Florenz, begleitete 1690 den Erzbischof von Seleucus, Santa-Croce, nach Warschau und starb 12. Juli 1742 zu Florenz als Hofdichter Gastons, des letzten Mediceers. Seine lyrischen Gedichte, welche zum Teil burlesken Inhalts sind, füllen sieben Quartbände, wovon sechs von ihm selbst (ERime piacevolio, Flor. 1729—34), der siebente nach seinem Tode von Giuseppe Maria Brocchi (Lucca 1743) üptele, 0Oom wurden. Außerdem schrieb er 19 Lustspiele, ECommediep (7 Bde., Flor. 1734—36; Vened. 1753). Seine prosaischen Schriften erschienen als Supplementband zu den Lustspielen (Flor. 1737). Eine gute Auswahl seiner Gedichte wurde 1823 in zwei Bänden zu Bologna
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 521Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei