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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Faland, eine im Mittelhochdeutschen vorkommende Bezeichnung für den Teufel, welche im Neuhochdeutschen als Eigenname (F., Phaland, Foland, Volland) noch fortlebt. Das Wort bezeichnet wohl eigentlich einen Riesen und ist mit dem altnord. faela (in Schrecken setzen, verscheuchen) verwandt. Der arge Fold oder Fuld lebt noch jetzt in der frankfurter Gegend, und Goethe läßt in der Walpurgisnachto den Mephistopheles sich Junker Volandv nennen. Auch eine Valandinne, d. i. Teufelin, kommt im Nibelungenlied und andern Dichtungen des Mittelalters vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 534Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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