FeedFrigento
ErdkundeBrockhaus 1882

Frigento, Flecken in der ital. Provinz Avellino (ehemals Principato ulteriore), Bezirk Sant'⸗-Angelo dei Lombardi, 23 Em im NNW. von diesem Orte, auf einem hohen Berge, zählt (1881) 3985 C., hat eine Kathedrale mit schönen Gemälden und liefert ausgezeichneten Wein und Gips. igg ist in der nordischen Mythologie die Gemahlin Odins, die in Deutschland Fria hieß, na der noch der Freitag (Eriatac, dies Veneris) benannt wird. Die longobard. Namensform war Frea. F. teilt des Gemahls Herrschaft über Himmel und Luft, und wie dieser hat sie ihren Anteil an den in dem Kampfe Gefallenen. Sie ist überhaupt Todesgöttin, und unkriegerische Feinde werden ihr zum Opfer gebracht, indem man dieselben in die Sümpfe wirft. Mit diesen durchsaust sie wie ihr Gemahl Wodan die Luft, und noch heute lebt sie in der Volkssage in Niederdeutschland als Fru Frien (Freen, Frik, Fuik), in Oberdeutschand als Frau Holle als wilde Jägerin, d. h. als Sturmgöttin fort. Als Göttermutter und Gemahlin des einstigen Sonnengottes spendet sie Fulle in Hof und Feld (ein anderer Name für sie ist Fulla) und ehelichen Segen. Sie kennt das Schicksal der Menschen, verschweigt es ihnen aber; nach longobard. Sage vermittelt sie sogar zwischen dem höchsten Gott und den Wünschen der Menschen. Ihre Wohnung ist Fensalir, d. h. Sumpfsäle, weil in Sümpfen und Teichen ihr die Opfer gebracht werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 362Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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