Falcöner (William), engl. Dichter, geb. zu Edinburgh 11. Febr. 1730 und durch den Tod seiner armen Eltern früh verwaist, erhielt nur eine dürftige Erziehung und kam als Kajütenjunge auf ein Kauffahrteischiff in Leith. Als zweiter Maat am Bord der Britannia litt er auf der Fahrt von Alexandria nach Venedig beim Kap Colonna Schiffbruch, rettete sich mit zwei Kameraden und schilderte die Gefahren des Seelebens in einem Gedichte von drei Gesängen: The shipwrecko, das Fant anonym (Lond. 1762), dann unter seinem amen (1764 u. 1785) erschien und seitdem wiederolt herausgegeben worden ist. Anerkannte Schöneiten dieser Dichtung sind nebst der ee des nhalts malerische, oft originelle Darstellung und armonischer Versbau; ein Hauptfehler ist der zu äufige Gebrauch wenig verständlicher Seemannsausdrücke. Der Herzog von Nork, dem F. sein Werk gewidmet hatte, ließ ihn zum Midshipman und Schiffszahlmeister ernennen; aus Dankbarkeit schrieb er unter dem Namen Theophilus Thorn eine polit. Satire The demagogued (1765) gegen Chatham, Wilkes und Churchill. Sein letztes und gediegenstes Werk ist das Universal marine dic-⸗ tionaryn (Lond. 1769; neue Aufl. 1815). Ein zweites mal litt F. Schiffbruch am Bord des Ramillies im brit. Kanal, und verlor endlich beim Untergang der nach zch al⸗ bestimmten Fregatte Aurora, auf der er sich als Zahlmeister befand, wahrscheinlich im Kanal von Mozambique im Dezember 1769 sein Leben. Seine Poemsv wurden mit einer Einleitung herausgegeben von Gifford (1836 u. 1857).