FeedFamatina (Sierra)
ErdkundeBrockhaus 1882

Famatina (Sierra), Gebirge in der Argentinischen Republik, zur Seite östlich von den Cordilleren von N. nach S., von 27² 35 bis 30 30“ südl. Br. ziehend, an Länge fast den Pyrenäen gleich, in der Gipfelhöhe dieselben fast um das Doppelte übertreffend, also bis über die Schneegrenze reichend, welche hier zwischen 2900 und 4870m Höhe schwankt. Unter 28 südl. Br. bildet sie eine Stufe auf dem Andesplateau, löst sich aber südlicher bald davon ab, richtet sich östlicher und wird zu einer selbständigen Sierra. In 29 erreicht sie im zweigipfeligen Nevado de F. 6024 m Höhe, im Staate La Rioja. Im N0. des Nevado liegt das Dorf F. in einem heißen, wenige Striche ausgenommen, und unfruchtbaren Thale. Die Hauptkette bildet Granit, zu dessen Seite sich Porphyre finden, welche sehr hohe Gipfel bilden. Gegen den 30. wird das hier aus metamorphischen Schiefern gebildete Gebirge schnell niedriger und wendet sich in seiner Richtung südöstlich. Nach einer Unterbrechung folgt als eine südl. Fortsetzung die Sierra Huerta. In der Mitte des Hauptteils gewinnt man Silber, Gold, Kupfer, Wismut u. s. w., und namentlich ist der Ostabfall reich an Metallen. Südlich von F., oberhalb Chilecito, ist eine der wichtigsten Minenregionen, San-Tomas del Espino; Santo-Domingo, in 3833 m Höhe, ist ein bedeutendes Silberbergwerk u. s. w. Die wichtigste und reichste Goldmine ist die zwischen 4 — 5000 m hoch gelegene Mexicana. Vgl. Burmeister, «Description de la République Argentinen (2 Bde., Par. 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 557Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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