Fames erscheint bei röm. Dichtern als Personifikation des Hungers, ähnlich wie der griech. Limos bei Hesiod. Virgil führt die malesuada fames, den zum Bösen, zu Verbrechen ratenden Hunger, unter den Schreckgestalten am Eingange zum Orkus auf. Nach Ovid wohnt F. im fernen Skythien und 5 das Aussehen eines von Hunger zum Skelett abgemagerten Weibes mit struppigen Haaren, hohlen Augen und blassen Wangen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 557Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei