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ErdkundeBrockhaus 1882

Iberisches Gebirgssystem nennt man die östlichen Randgebirge, welche in Spanien die beiden castil. Hochebenen gegen das Thal und die Ebene des Ebro abgrenzen. Von den Quellen des Ebro an zieht es sich in einem Viertelkreise von NW. nach SO., um sich dann nach S. hin weit auszubreiten. Der zwischen dem obern Ebro und dem obern Duero, vom castil. Kanal bis zum Jalon gelegene Teil, etwa ½ des Ganzen, enthält drei aufeinander folgende Gebirgsmassivs, welche durch Einsenkungen voneinander geschieden sind. Längs des Südufers des obern Ebro ziehen auf hohem Plateau die über 1000 m hohen, aus Kalk der Kreideformation bestehenden Montes Obarenes; südwestlich davon erheben sich die Montes de Oca zwischen dem Plateau von Burgos und dem warmen, weinreichen Distrikt der Rioja; im SO. der aus silurischen Gesteinen und Jurakalk zusammengesetzte mächtige Gebirgsstock der Sierra de la Demanda, bei den Alten der Mons Idubeda, im Cerro de enitch im 2306 m hoch. Davon geschieden erheben sich im S. die Sierra de Neila (mit dem 2251m hohen Pico de Urbion, Quelle des Duero) und die östlichere Fortetzung, die Sierra Cebolleramit einem 2175 mhohen ik. Wiederum im SO., davon geschieden, erhebt sich im O. von Soria die Sierra del Moncayo (der Mons Caunus der Alten), welche die öden Parameras von Söria von den warmen Hügelgeländen von Tarazona und Borja trennt. Der höchste Gipfel hat 2351 m Höhe. Auch dies Gebirge besteht aus silurischer Grauwacke nebst Juraschichten. Süüdlich vom Jalon beginnt der zweite Teil des iber. Systems, etwa doppelt so groß als der erstere, die Provinzen Teruel, Guadalajara und Cuenca erfüllend. Zunächst ist es der mächtige Wall der arameras de Molina, im N. der Sierra de Alrracin, und im O. gegen den Ebro hin in breiten Stufen hinabsinkend. Südlich von Molina lagert östlich von der weitgedehnten Serrania de Cuenca die Sierra de Albarracin, in welcher sich bei der Quelle des Tajo und des Guadalaviar der 1609 m hohe, aus Jurakalk bestehende Muela de San-Juan in den Montes Universales erhebt; nahe im NW. von ihm steht der 1800 m hohe Cerro de San-Felipe. Alle diese Gebirgs⸗ und Plateaumassen sind niedrier als die im nördlichern Teile. Ostlich daran chließen sich die Gebirgsmassen der nordvalencianischen Küstengebirge. berische Halbinsel wird die Pyrenäische Halbinsel (Spanien und Portugal) nach dem Volke der Iberer (s. d.) genannt. [Sprache. berischer Sprachstamm, s. u. Georgische berus, alter Name des Flusses Ebro 0 9.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 520Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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