Faräfra (d. h. die n der Kipichen! die kleinste der fünf ägypt. Oasen in der Libyschen Wüste, etwa 5 Tagereisen im NW. von der Oase Dachel, und 8—10 Tagereisen westlich von Siut im Nilthale, liegt in 85 m Höhe in einer im Nummulitenkalk ausgewaschenen Bucht, die nur nach S. geöffnet, sonst allseitig durch Steilränder abgeschlossen ist; nach Rohlfs zählt die Oase 320 E. Eine Regierungsbehörde ist nicht vorhanden, welche hier, wie in den andern Oasen, die patriarchalische Oligarchie kontrollieren könnte; die angesehensten und begütertsten Familienhäupter sind die Herrschenden. Die Religionsschule (Zäwiye) des in der östl. Sahara so mächtigen Senüsiordens (vom Sidi Snüsi aus Tlemsen gegründet) ist hier geradezu allmächtig und hat innerhalb der zehn Jahre ihres Bestehens einen großen Teil des Grundeigentums an sich gebracht. Haltllppen oder Scogli de Ciclopi, sieben Basaltklippen an der Osttüste Siciliens, Trezza Suge pac zwischen Acireale und Catania, der Sage nach die Felsen, welche Polyphem dem Odysseus nachwarf. — F. heißen auch drei steil aufsteigende Klippen vor der Punta Tragara, der Südostspitze der Insel Capri.