Farensbach (Jürgen von), estnischer Kriegsmann, trat in die Dienste des livländ. Ordensstaats, der ihn als Gesandten an den russ. Zaren Iwan den neiSenHr s. d.) schickte, um Frieden abzuschließen. Der Zar bewog 84 in seine Dienste zu treten, und dieser gab in der Schlacht an der Oka 1. Aug. 1572 den siegreichen Ausschlag. Doch Hus F. bald darauf zu König Friedrich II. von änemark, der ihn zu seinem Hofmarschall ernannte. Von der Stadt Danzig, die für ihre Unabhängigkeit gegen König Stephan Bathory von Polen lämpfte, ließ sich F. 1577 gewinnen und half die für Danzig so günstige Entscheidung des Marienburger Vertrags herbeiführen. Später übernahm er mit Bewilligung des dän. Königs eine poln. Heerführerstelle, wurde dem Oberfeldherrn und Großkanzler Zamoiski zur Seite gestellt und eroberte 1580 zunächst Polost dann Weliki-Luki, schließlich 1581 Pleskau. Stephan Bathory übertrug ihm die Präsidentschaft Wendens in Livland und machte ihn zum Kriegsobersten über ganz Livland. Nach dem Tode Stephan Bathorys gewann König 41 von Schweden den in Livland mächtigen ür seinen Plan, seinen Sohn Sigismund (III.) auf den poln. Thron zu bringen. Zum Dank dafür 90 der neue König 5 zum Senator der Krone Polens. Als aber nach sechs Jahren (1592) König Johann von Schweden unerwartet starb, entstand der poln.⸗schwed. Erbfolgekrieg und F. war zum Feldherrn ernannt, um seines Königs Oheim, Karl von Södermanland, in Schweden selbst anzugreifen. Mit einem kleinen Söldnerheere landete F. in Schweden, wurde aber nach drei kleinen Siegen bei Stängebrö von Karl aufs Haupt geschlagen und mußte Schweden räumen. Doch mußte Karl die . ᷣ Rigas, das F. verteidigte, aufgeben und nach Schweden zurückkehren. Darauf stürmte F. die Burg Fellin, aber von einer fein vielbe Kugel tödlich getroffen, endete er dabei ein vielbewegtes Leben 17. Mai 1602.