Fea (Carlo), ital. Archäolog, geb. zu Pigna bei Nizza 2. Febr. 1753, erlangte zu Rom die Priesterweihe, mußte jedoch 1798 als Geistlicher von fremder Herkunft den Kirchenstaat verlassen und nach Florenz fliehen. Bei seiner Rückkehr 1799 wurde er von den Neapolitanern, die damals Rom besetzt hielten, aus Irrtum als Jakobiner eingesperrt, bald aber wieder in Freiheit gesetzt und hierauf zum Commissario delle antichità (welche Stelle vor ihm Winckelmann und Visconti bekleidet hatten), sowie zum Vorsteher der durch Kostbarkeiten ausgezeichneten Bibliothek des Fürsten Chigi ernannt. F. starb zu Rom 18. März 1834. Außer mehrern jurist. und polit. Schriften sind von F. zu erwähnen: die mit Anmerkungen versehene Übersetzung der Winckelmannschen Geschichte der Kunsto (Rom 1783 —84); die Noten zu dem Bianconischen Werke über die alten Cirkus und namentlich den des Caracalla (Rom 1789), die Miscellanea fllologica, critica e antiquaria (Bd. 1, Rom 1790; Bd. 2, 1837). F.s Hauptverdienst besteht darin, daß er die Nachgrabungen in und um Rom stets zu wissenschaftlichen Zwecken benutzte. du dieser Beziehung sind zu erwähnen seine treffliche Monographie: Lintegrita del Panteon rivendicata a M. Agrippa (Rom 1807; 2. Aufl. 1820), die Frammenti di fasti consolario (Rom 1820), die Iscrizioni di monumenti pubblicio (Rom 1813) und die Descrizione di Romas (3 Bde., Rom 1822). Mehrfachen Tadel dagegen erfuhr seine Ausgabe des Horaz (Rom 1811; herausg. von Bothe, 2 Bde., Heidelb. 1819).