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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Februar, im Deutschen Hornung, der zweite Monat des Jahres, hat in einem Gemeinjahre 28, im Schaltjahre aber 29 Tage, indem in diesem ein Tag eingeschaltet wird. (S. unter Schaltjahr.) Bei den Römern war er bis auf Cäsars Kalenderreform, der den 1. Jan., an welchem schon seit längerer Zeit die Konsuln ihr Amt antraten, auch zum Kalenderneujahrstag machte, der letzte Monat. Den Namen mensis Februarius, d. h. der Sühn- und Reinigungsmonat (von februare, d. h. reinigen), erhielt der F. davon, daß in ihm, als dem leßzten Monate des Jahres, namentlich am Feste der Lupercalien (s. d.), Sühnungen und Reinigungen vorgenommen wurden. (S. Februa.) Der deutsche Name Hornung wird abgeleitet vom althochdeutschen Horo (angelsächs. horu oder horva), Kot, Schmutz. Im Böhmischen heißt der Monat Unor, gleichfalls cder Nasse oder Kotigev. Nach Grimms „Wörterbuchs ist Hornung anzusehen als eine patronymische Bildung zu Horn, einem Namen des Januar, welcher als der große Horn von dem kleinen Horn, dem Februar, unterschieden wurde. Der Zusammenhang dieses Monatsnamens Horn mit dem Worte Horn (Gehörn) wird angenommen und von dem hornharten Froste hergeleitet. Während der ersten zwei Drittel des F. steht die Sonne im Zeichen des Wassermanns, während des letzten Drittels in dem der Fische. Eec., Abkürzung von Fecit (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 621Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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