FeedDezember
HimmelskundeBrockhaus 1882

Dezember, der zwölfte und letzte Monat im ahre war bei den alten Römern (vor Julius Cäsar), die ihr N mit dem März anfingen, der zehnte, daher der Name des Monats (vom lat. decem, d. i. zehn). Der altdeutsche, von Karl d. Gr. vorgeschlagene Name des Monats ist Heilmond und bezieht sich auf die in denselben fallende Geburt des Heilands; später erhielt er den Namen Christmonat. or Cäsar hatte der Monat, gleich dem Januar und August, nur 29 Tage, Cäsar aber legte jedem derselben noch zwei zu. In den D. (21. oder 22.) fällt Wintersanfang (Wintersolstitium). Während der ersten zwei Drittel des D. steht die Sonne im Zeichen des Schutzen, während des letzten in dem des Steinbocks. Die Veränderungen des Barometerstandes betragen im D. für Deutschland 2832 mm. In Feld und Garten läßt dieser Monat bei günstiger Witterung Brachackerung und Düngerfuhren zu; im Forste beginnt die Holzabfuhr; die Niederjagdzeit geht zu Ende. Der 1. D. gilt bei Abergläubischen fuůr einen Unglückstag: wer an ihm geboren ist, stirbt eines schlimmen Todes. Napoleons genannt, die ihn beim lnatssreich vom 2. Dez. 1851 unterstützten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 289Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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