Federstock, ein Hilfswerkzeug der Samtweber, um bei vorkommendem falschen Schnitt und dadurch bedingtem Zurückweben die Poilfäden so lange festzuhalten, bis sie von neuem eingewebt sind. (S. unter Samt.) Dederhnge s. unter Geflügelzucht. ederwage (frz. balance à ressort, engl. spring-balance), eine Wägevorrichtung, bei welcher das Gewicht eines Körpers durch die Formveränderung einer elastischen Feder bestimmt wird, welche die Gestalt eines Kreisbogens, einer Ellipse, einer eylindrischen oder kegelförmigen Spirale oder eine andere passende Form haben kann. Da die Elasticität der Federn keine absolut gleichmäßige ist und auch Temperaturveränderungen dieselbe beeinflussen, wendet man F. entweder nur da an, wo im Verhältnis zu der Stärke der Feder geringe Lasten abgewogen werden, oder wo es mehr auf die Schnelligkeit des Abwägens als auf eine absolut genaue Gewichtsbestimmung ankommt, wie dies beim Verkauf von Heu, Stroh, überhaupt in der Land⸗ und Hauswirtschaft, beim Abwägen des Passagiergepäcks in den Eisenbahn-Güterexpeditionen u. s. w. der Fall ist. Die einfachste der gebräuchlichen F. ist in vorstehender Fig. 1 gezeigt. Dieselbe besteht aus einer elliptisch gebogenen Stahlfeder, deren beide Enden etwas übereinander weggeführt sind; das eine Ende der Feder ist mit einem Schlitz, das andere mit einem um einen Stift drehbaren Zeiger versehen, der durch den Schlitz in der aus der Abbildung ersichtlichen Weise hindurchreicht. An der Feder ist eine mit Skala versehene Platte angebracht, von welcher man die Gewichte größerer oder kleinerer i Lasten ablesen kann, je nachdem man diese an den Haken am oder a. aufhängt, während die Wage dementsprechend an den Ringen bi oder be gehalten wird. Eine andere, noch zweckmäßigere F. ist die von Leberton fils aine in Paris. In England ist allgemein die Saldersche Wage mit schraubenförmigen Spiralfedern für den Hausbedarf in Gebrauch. Bei derselben schließen zwei tellerförmige, durch Flanschen mittels Schrauben vereinigte Metallplatten den ganzen Mechanismus der Wage in sich, wobei die beiden Spiralfedern nächst dem Plattenrande in Nuten festgehalten werden, während ihre untern freien Enden durch einen Anker vereinigt sind. Dieser Anker dient zur Aufnahme einer geraden Skalenplatte, an deren tiefstem Ende der Haken zum Aufhängen einer Wagschale angebracht ist. Mit der Achse des vorhandenen Zeigers ist ein Zahngetriebe verbunden, das beim Auf-⸗ und Niedergang einer Zahnstange in entsprechende Umdrehung versetzt wird. Durch John Sylvester, Teilhaber der Firma Salder u. Comp., wurde die vorbeschriebene F. zu einer Art Tafelwage umgestaltet, in welcher Form sie gegenwärtig sehr verbreitet ist. Die nachstehende Fig. 2 zeigt die Anordnung dieser Wage. Mit dem Tisch oder der Tafel e, auf welche der zu wägende Gegenstand gelegt wird, ist eine Stange d verbunden, die an einem Rahmen o befestigt ist, der nach unten in eine Stange g ausläuft. Der Rahmen « ist an zwei Spiralfedern aufgehängt, deren obere Enden an Vorsprüngen des Gehäuses befestigt sind. Zum Zweck der Vertikalführung ist der Rahmen mit vier Lenkern K, I, m, n vereinigt, deren jeder mit dem einen Ende drehbar in dem Gehäuse gelagert ist. Mit dem andern Ende sind zwei von ihnen, nämlich me und n, an der Stange g, der dritte k an der Stange d und der vierte Lan dem Rahmen o selbst befestigt. Innerhalb des Rahmens ist eine areift W angebracht, in welche ein Zahnrader eingreift. Mit der Achse des letztern ist ein Zeiger 2 verbunden, der das Gewicht des betreffenden Gegenstandes auf einer graduierten Platte anzeigt. Eine besondere kleine Feder u dient dazu, die Zahnstange 9 stets im Eingriff mit dem ahnrader zu erhalten.