FeedFeilkluppe
TechnikBrockhaus 1882

Feilkluppe (frz. mordache, engl. vice-clamp), durch eine Feder verbundene hölzerne Backen, die man zum Schutz des Arbeitsstücks zwischen die Backen des Schraubstocks legt. eime, auch Schober, Dieme, Triste lengl. rick, frz. meule, russ. skird, stog), nennt man regelmäßig geschichtete Haufen von Getreide, Stroh, Heu oder Dürrklee im Freien (s. nachstehende Fig. 1 und 2). Wesentliche Bedingungen bei der Errichtung sind: Gleichmäßigkeit des Aufbaues, Schutz vor der Witterung durch feste Schichtung und sicheres Dach, Bewahrung vor Mäusen, Insekten u. s. w. dur einen passenden Unterbau, und solche Größe, aß die einmal angebrochene d auch rasch hinweggenommen werden kann. r Feimenbau erfordert Geschicklichkeit und Erfahrung. Am weitesten ist man darin in England, woselbst sämtliches Getreide, Stroh und Heu in F. aufbewahrt wird, entweder im freien Felde oder in einem den Wirtschaftsgebäuden angrenzenden Feimenhof. Die englischen F. sind gewöhnlich zum Schutze gegen von unten eindringende Nässe oder Tiere auf einem Die hollaändischen F. bestehen gengerüst mit auf⸗ und abbe-Vorteil dieser Art der GetreidefHu. s. w. Aufbewahrung, welche durch transportable Dampf⸗ 2 maschinen eine schnelle Aus⸗ Fig. 3. nutzung der F. an Ort und Stelle gestattet, und welche auch in Deutschland immer mehr Verbreitung gewinnt, besteht in der wesentlichen Verringerung des landwirtschaftlichen Baukapitals, wogegen als Nachteil die Wertverminderung namentlich des Strohes zum Zweck des Fütterns anzuführen ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 642Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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