FeedFelsberg oder Feldsberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Felsberg oder Feldsberg, roman. Favugn, Pfarrgemeinde im Bezirk Im Boden des schweiz. Kantons Graubünden, liegt 571müber dem Meere, 4 km westlich von Chur am Südfuße des Calanda auf dem linken Ufer des Rheins, besteht aus den Dörfern Alt-F., dicht am Bergfuße, und Neu-F., in der Rheinebene nahe der Brücke gelegen, und zählt sher 558 E., meist reform. Konfession und deutcher Zunge, deren Haupterwerbsquelle die Alpenwirtschaft und der Ackerbau, verbunden mit etwas Weinbau sind. Am 13. März 1834 löste sich über Ham Abhange des Calanda eine einsad, überängende Schicht dolomitischen Kalksteins ab, stürzte erunter und bildete hinter dem Dorfe am Berguße einen mächtigen Trümmerwall. Seither haben sich die Felsstürze 1842, 1843, 1850 und 1867 wiederholt und wegen dieser beständig drohenden Gefahr wurde 1844 für die Bewohner das Dorf Neu-F. gegründet. Ein Teil derselben aber konnte 1 nicht zur übersiedelung entschließen, sondern blie in Alt-F., wohin auch viele Bewohner des neuen Dorfs seither zurückgekehrt sind, obwohl die Geahr für das alte Dorf noch keineswegs beseitigt ist. it Chur ist F. durch eine Fahrstraße verbunden, die bei Neu-F. vermittelst einer Holzbrücke den Rhein uberschreitet und 3½ Em westlich von Chur in die große Straße des Rheinthals einmündet. Fußwege führen von F. zum Calanda und zu dem verlassenen Goldbergwerk Goldene Sonne, das 1312 m über dem Meere, 2½ km westlich von Alt-F. am Felsabsturz des Taminser Alple liegt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 667Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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