Flims, roman. Flem, Dorf und Kurort im Bezirk Im Boden des schweiz. Kantons Graubünden. Das Dorf liegt 1102 maeüber dem Meere, 19 km westlich von Chur auf der linken Seite des Vorderrheinthals am Flembach und am Fuße des Flimsersteins (2102 m), da wo der Pfad über den egnespaß (2625 m) nach Elm (s. d.) von der Straße des Rheinthals abzweigt, besitzt eine Pfarrkirche und mehrere alte Herrenhäuser und zählt (1880) 851 E. meist reform. Konfession und roman. Zunge. Die Kuranstalt, 1 Km südlich vom Dorfe bei dem Weiler Waldhäuser auf einer aussichtsreichen Hügelkuppe am Saum des großen Flimserwaldes gelegen, besteht aus einem eleganten geräumigen Kurhaus, zu dem als Dependenzen ein Posthaus an der Poststraße, eine Milchhalle und eine schwimmende Badeanstalt in dem nahen Caumasee gehören. Das milde erfrischende Bergklima, das treffliche Quellwasser und die schöne Lage in einem Naturpark mit einsamen, romantischen Seen, ausgedehnten Lärchen- und Tannenwäldern, Felspartien und stillen Waldwiesen, haben das 4f F. seit seiner Eröffnung 1877 zu einem beliebten Luftkurort gemacht, der sich namentlich für stärkungsbedürftige Patienten und Rekonvaleszenten eignet. Die Umgebung verdankt ihre eigentümliche hügelige Bodengestaltung einem ungeheuern Bergsturz, der sich in prähistor. Zeit aus dem Segnesthal gegen das Rheinthal ergoß und den Rhein zum See staute. Von den zahlreichen kleinen Seen, die jetzt zwischen den dicht bewaldeten Schutt⸗ und Felshügeln des Bergsturzes liegen, ist der größte der obenerwähnte Caumasee (8,/s ha), der ohne sichtbaren Zu⸗ und Abfluß sich durch seine tiefgrüne Farbe und seine auffallend hohe und konstante Temperatur (19“ C. Sommerdurchschnitt) auszeichnet.