FeedFeydeau (Ernest)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Feydeau (Ernest), franz. Schriftsteller, geb. 16. März 1821 zu Paris, trat zuerst 1844 mit einer Sammlung von Gedichten (Les Nationaleso) auf, machte sich aber erst 1858 allgemein bekannt durch den Roman Fannyo, der einen sehr glänzenden Erfolg hatte und in 10 Monaten 16 Auflagen erlebte. Hierauf folgten die Romane Danielo (1859), (Le mari de la danseuseb, Monsieur de Saint-⸗ Bertrando und Un deébut à I'Opéray (1863), letzterer mit einer Vorrede, worin sich der Verfasser lebhaft gegen den Vorwurf ultrarealistischer und unmoralischer Tendenzen verteidigte. Von seinen spätern Romanen machte nur La Comtesse de Chalis ou les mœurs du joury (1868) noch einiges Aufsehen, weil man Personen aus den höhern Ständen darin wiederzuerkennen meinte. Auch als dramatischer Dichter trat er auf mit einem vieraktigen Lustspiel: Monsieur de Saint-Bertrand (1865), das aber nach drei Vorstellungen von den Brettern des pariser Vaudevilletheaters verschwand, und mit dem Lustspiel Le coup de boursen (1868), das er jedoch selbst nicht für bühnengerecht hielt. Man hat von ihm auch eine Uistoire générale des usages tuneèbres et des sépultures des peuples ancienso (3 Bde., Par. 1858, mit 100 Kupfertafeln), KAlgero F. begründete 1869 die «Revue internationale des arts et de la curiositév. Er starb 29. Okt. 1873 in Paris.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 774Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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