FeedFeuer
NaturlehreBrockhaus 1882

Feuer nennt man jede Erscheinung, bei welcher gleichzeitig eine kräftige Wärme⸗ und Lichtentwickelung auftritt. Das F. ist weder ein eigenes Element, wie die Alten meinten, noch entspringt es aus der Verbindung der Körper mit einem eigentümlichen Stoffe, Phlogiston genannt, wie die ältere Chemie bis auf Lavoisier annahm; sondern es tritt meist bei sehr energischen chem. Prozessen (s. Verbrennungs oder wohl auch bei physik. Vorgängen (. B. beim elektrischen Glühlicht im luftleeren Raum) als begleitende Erscheinung auf. Feste und flüssige Körper, welche die Erscheinung des F. zeigen, nennt man glühende oder man sagt, sie sind in Glut; feurige Gase heißen Flammen. Es gibt auch eigentümliche Lichterscheinungen ohne höhere Wärmeentwickelung, man nennt sie Phosphoreszenz (s. d.). über die Erregung des Feuers s. Feuerzeug und über das F. in praktischer Beziehung s. Feuerung. Vgl. Lindner, Das F.» (Brünn 1881).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 748Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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