FeedFeuillanten
ReligionBrockhaus 1882

Feuillanten (frz. Feuillants, lat. Eulienses), ein Zweig der Cistercienser, benannt nach der sechs Stunden von Toulouse gelegenen Abtei zu Feuillans, begründet 1577 durch die Reformbestrebungen des Abts Jean de la Barriere. Papst Sixtus V. bestätigte die Brüderschaft 1586, befreite sie von der Oberaufsicht der Cistercienser und gab ihr das Recht, auch andere Klöster für Mönche und Nonnen zu gründen. Aber schon 1595 wurden neue Regeln eingeführt, welche die anfänglich strengen Observanzen bedeutend milderten. Die F. breiteten sich so sehr aus, daß Papst Urban VIII. sie 1630 in zwei besondere Kongregationen teilte, diefranzösische: Congrégation de Notre Dame de Feuillans, und die italienische: I Riformati di San-Bernardo (die Verbesserten des heil. Bernhard). Jede hatte ihr eigenes Kapitel und ihren eigenen General. Auch weibliche Mitglieder hatte diese Kongregation, Feuillantinnen oder Fulienserinnen genannt. Das ehemalige Kloster der 65 u Paris diente während der Revolution 1790 als Versanm lungsort eines polit. Klubs (anfangs „Geseilschaft von 17895, später Klub der F. genannt), welcher die Herstellung einer Verfassung nach 190 Muster erstrebte, aber 28. März 1791 durch den Pöbel auseinander getrieben wurde. (braun.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 772Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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