Fichtennadelbäder oder Kiefernadelbäder, Wasserbäder, denen eine Abkochung von jungen Fichten⸗ und Kiefernsprossen oder noch besser das in den Offizinen oder in den Kurorten bereitete Fichtennadelextralt (150—500 g auf ein Bad) zugesetzt ist. Wegen ihres Gehalts an Extraktivstoffen, Harzen und ätherischen Olen wirden die F. als angenehmer und maßiger Hautreiz und werden bei Rheumatismus, Gicht, chronischen Hautleiden, Neuralgien und Muskellähmungen vielfach mit Nutzen angewendet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 784Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei