FeedFichtenabsprünge
PflanzenreichBrockhaus 1882

Fichtenabsprünge sind bis 10 em lange frische Triebe der Fichte, welche nicht selten in großer Anzahl bei bevorstehenden Samenjahren im Winter auf dem Boden unter den Bäumen gefunden werden. Schon seit dem 18. Jahrh. hat man in der scheiunng Litteratur über die Ursache dieser Ercheinung gestritten. Höchst wahrscheinlich sind es nur die Eichhörnchen, welche den Blütenknospen nachstreben, die Triebe abbeißen und zu Boden fallen lassen. Es war wohl ein Irrtum, diese Absprünge auch Vögeln, namentlich den Kreuzschnäbeln, Finken und Meisen zuzuschreiben. Ahnliche Absprünge, wie die Fichte, zeigt bisweilen auch die Tanne, während die der Kiefer durch einen Käfer, den »Waldgärtnere (Hylurgus piniperda L.) verursacht werden, welcher das Mark der jungen Triebe ausfrißt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 784Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6