Filtrierpapier, ein aus Hadern dargestelltes ungeleimtes Papier, welches sehr porös, aber durchaus nicht löcherig sein darf und einen verhältnismäßig hohen Grad von Festigkeit besitzen muß. Als das beste, vorzüglich für die quantitative Analyse geeignete F. hat lange Zeit das sog. schwedische, mit dem Wasserzeichen «Munktello Aunlt gegolten, doch ist dies neuerdings in der Qualität durch ein von Schleicher u. Schüll in Düren gefertigtes übertroffen, insofern als letztere Firma gegenwärtig mit Flußsäure und Salzsäure gereinigte Filter in den Handel bringt, die beim Verbrennen kaum noch Spuren von Asche hinterlassen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 808Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei