Flachat (Eugene), franz. Ingenieur, geb. 10. April 1802 in Nimes, bildete sich unter Leitung seines ältern Bruders Stephan, mit welchem er 1823.—30 das Projekt eines Kanals zwischen Havre und Paris bearbeitete. Hierauf studierte er in England den Dockbau. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wendete er sich dem Eisenbahnbau zu, wurde Oberingenieur der Ostbahn, 1827zugleich beratender Chefingenieur der Südbahn. F. gründete 1841 den Verein der Ingenieure, 1844 die Konferenz der Eisenbahn- und 1845 die der Civilingenieure. Er starb 18.Juli 1873 in Arcachon. F. schrieb: «Traité de la fabrication du fero (3 Bde., Par. 1842—46; deutsch, Lpz. 1847—51), Mémoire sur les travaux de Listhme de Suezo (Par. 1865), Navigation à vapeur transocéanienner (2 Bde., Par. 1866). Machbreun lin der Baukunst), s. unter Bogen. lachbrenner nennt man in der Gasbeleuchtung die Brenner, bei denen der Flamme durch die Form der Ausströmungsöffnung eine flache Form Fig. 2. Fig. 3. egeben wird, zum Unterschiede von den Rundder Argandbrennern (s. d.), deren Flamme einen ohlen cylindrischen Mantel darstellt. Unter den j. unterscheidet man zwei Haupttypen: a) Fledermaus⸗, Schlitz- oder Schnittbrenner. In den birnförmigen Brennerkopf der beistehenden Fig. 1 ist ein feiner Schlitz gemacht, dessen Weite von der Größe des mittlern Gasdrucks abhängig ist. Es wird dadurch eine flache, mehr breite als hohe, abgeplattete Flamme gebildet, die bei Luftzug aber leicht flackert. b) Fischschwanz⸗, Zweiloch⸗, Loch- oder Manchesterbrenner. Der oben abgeplattete Brennerkopf (Fig. 2) trägt in seiner Mitte eine kleine napfförmige Vertiefung, in welche zwei Offnungen unter einem Winkel von 90 —100 gebohrt sind. Die aus den beiden Offnungen hervortretenden Gasströme kreuzen sich und geben entzündet eine fischschwanzförmige Flamme von der in Fig. 3 dargestellten Form. Zum Schutze gegen Luftzug umgibt man frei brennende Flammen mit Glasglocken und bringt, um das Auge vor dem zu grellen Lichte zu bewahren, Teller von matt geschliffenem Glase darunter an.