FeedFlaschenreinigungsmaschine
TechnikBrockhaus 1882

Flaschenreinigungsmaschine (frz. machine à rinser les bouteilles, engl. bottle rinsing ma-⸗ chine), mechanische Vorrichtung zum Spülen von Flaschen, deren einfachste Konstruktion darin besteht, daß die reinigende Bürste mittels einer Kurbel mit Zahnradübersetzung gedreht wird. (S. unter Schankgeräte.) ISchantgeräte. laschenverkorkungsmaschine, s. unter laschenverschluß, s. unter Schankgeräte. laschenzug (frz. Poulie mouflée, engl. tackle of pulleys), ein zur Ausübung von Zugkräften, wesche zur Hebung von Lasten dienender Apparat, welcher aus einer festen und einer losen Flasche (. d.) besteht, die untereinander durch Seile oder Ketten verbunden sind. Bei der gewöhnlichen Anordnung der Flaschenzüge enthalten die Flaschen eine oder mehrere gleich große Rollen nebeneinander auf einer gemeinschaftlichen Achse lose drehbar; weniger Verwendung findet die von White angegebene Anordnung, bei welcher die Rollen auf drehbaren Achsen befestigt sind. Man unterscheidet nach der Art, wie die Flaschen miteinander verbunden sind, Seil-und Kettenflaschenzüge. Erstere werden für Lasten bis zu 10000 Kg, letztere (sechsrollig) für Lasten bis zu 30000 kg ausgeführt. Ketten wirken im ganzen vorteilhafter als Seile, und zwar ist der Wirkungsgrad derselben nicht abhängig von der Kettenstärke, während bei Anwendung von Seilen mit Zunahme der Seildicke der Wirkungsgrad verringert wird, wie auch eine Vermehrung der Rollenzahl ungünstigen Einfluß auf denselben hat. Wenn die Rollen, wie dies in den nachstehenden Fig. 1 u. 2 veranschaulicht ist, untereinander angeordnet sind, nennt man die Apparate auch wohl Rollenzüge; doch sind diese in der gezeichneten Weise, mit Rollen von verschiedener Größe, wegen des unvermeidlichen Gleitens auf dem Umfang der kleinsten Rollen und wegen der sehr bedeutenden, passiven Widerstände nur von geringem praktischen Wert. Fig. 1. Fig. 2. Fig. 3. Bei dem in Fig. 1 gezeichneten F. ist das Seil mit der festen Flasche a verbunden und es erhält in diesem Fall die lose Flasche b die gleiche Anzahl Rollen. Dieselben Bezeichnungen gelten auch für den in Fig. 2 abgebildeten F.; nur hat hier, da das Seil an der beweglichen Flasche befestigt ist, die letztere eine Rolle weniger. Fig. 3 stellt einen sog. Kastenflaschenzug mit nebeneinander liegenden, gleich großen und losen Rollen dar. Die Flaschen des Kastenflaschenzugs erhalten je eine bis vier, selten mehr Rollen. Wenn das Seil, wie in Fig. 3, an der untern losen Flasche b befestigt ist, erhält die obere feste Flasche à eine Rolle weniger. Umstehende Fig. 4 zeigt einen 1861 von Weston erfundenen und von Ransome zuerst ausgeführten F. (sog. Differentialflaschenzug), bei dem der Vorteil einer bedeutenden Kraftübertragung erreicht wird, ohne daß derselbe den Nachteil einer zu großen Reibung besitzt. Dieser Differentialflaschenzug, der sich ungemein rasch eingebürgert hat und im Maschinenbau fast noch allein zur Verwendung kommt, besteht, wie ersichtlich, aus zwei Flaschen. Die eine derselben e ist beweglich und enthält nur eine lose Kettenrolle, die zur Aufnahme und richtigen Führung der Lastkette mit einer rings herum laufenden Nut (Spur) versehen ist; die zweite, feste Flasche, mittels deren Gehänge der ganze Apparat fixiert wird, enthält zwei verschieden große, aus einem Stück hergestellte Kettenrollen a und b, deren Durchmesser nach der Ausführung von Ransome tenschlinge entsteht, deren einer oder andere Strang zum Zweck der Hebung oder Senkung der Last bewegt, resp. gezogen werden muß. ie Westonschen Differentialflaschenzüge werden in ihrer Originalausführung zur Hebung von Lasten von 250—3000 kg benutzt. Für die Förderung von Lasten von 2—4000 kg werden dieselben mit einem besondern Seilzugrad ausgestattet, wodurch eine bedeutend größere Kraftumsetzung erreicht wird. Tangye hat mit Erfolg versucht, durch Einschaltung seines Patentgetriebes den Westonschen Differentialflaschenzug zur Förderung von Lasten bis zu 6000 kg brauchbar zu machen. Bei dieser Ausführung sitzt das Seilrad auf einer kleinen Vorgelegewelle, welche ein Stirngetriebe trägt, das wieder in ein mit der größern der beiden Rollen der festen Flasche aus einem Stück hergestelltes Rad mit innerer Verzahnung eingreift. Außer dem Differentialflaschenzug finden in der Technik meist noch der epicyklische Flaschenzug von Cad, die Flaschenzüge von Henry Charr, Moore Head und Watson Verwendung. Allen diesen Flaschenzügen ist, wie dem Westonschen, der Vorteil eigen, daß die Last in jeder Höhe hängend selbstthätig gehemmt wird und somit einem Hinabsinken derselben beim Loslassen des Zugseils wirksam vorgebeugt wird. laschner, soviel wie Klempner.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 877Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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