Flatt ist der Name einer in Württemberg verbreiteten Familie, aus welcher mehrere namhafte Theologen hervorgegangen sind. Die bedeutendsten sind zwei Söhne des 1792 als Hofprediger und Konsistorialrath verstorbenen Johann 1 o b F., Anhänger der von Storr begründeten sog. ältern Tübinger Schule. Johann Friedrich F., geb. 20. Febr. 1759 zu Tübingen, im tübinger Stift gebildet, ward 1785 dort Professor der Philosophie. Er hielt zuerst Vorlesungen über Kantsche Philosophie und schrieb: &0bserrationes quaedam ad comparandam Kantianam disciplinam cum christiana doctrina pertinenteso (Tüb. 1792). Im J. 1792 ward er Professor der Theologie, schrieb die „Beiträge zur christl. Dogmatik und Moral und zur Geschichte derselben» (Tüb. 1792) und begründete das „Magazin für Dogmatik und Moral» (Tüb. 1796; seit 1803 von Süßkind herausgegeben). Er starb 24. Nov. 1821. Nach seinem Tode erschienen die (Vorlesungen über christl. Sittenlehrev, herausg. von Steudel (Tüb. 1823) und die „Vorlesungen über die Paulinischen Briefev (herausg. von Hoffmann und Kling, Tüb. 1822). Karl Christian F., der jüngere Bruder des vorigen geb. 18. Aug. 1772 zu Stuttgart, im tübinger Stift gebildet, wandte sich auf der Studienreise zu Göttingen der Kantschen Philosophie zu und schrieb philos.⸗exegetische Untersuchungen über die Lehre von der Versöhnung des Menschen mit Gott, in welchen er Kants Lehre als wahrhaft christlich zu erweisen suchte. Im J. 1802 Diakonus zu Cannstatt, wurde er 1804 Professor der Theologie zu Tübingen, 1812 Stiftsprediger und Konsistorialrat zu Stuttgart, 1829 Prälat und Studiendirektor. Er starb 20. Nov. 1843.