FeedFlectére si nequeo superos
TierreichBrockhaus 1882

Flectére si nequeo superos, Acheronta movebo, „Wenn ich die obern Götter nicht erweichen kann, werde ich die Hölle in Bewegung setzen», Citat aus Virgils Aneide (I, 31). lederfische, s. unter Fliegende Fische. lederhunde, fliegende Füchse (Pteropus), nennt man die früchtefressenden Fledermäuse (f. d.), welche nur in den Tropengegenden der Alten Welt leben und durch kleine Schneidezähne, große Eckzähne, durchaus stumpfhöckerige, denjenigen der Affen ähnliche Backzähne und den Mangel aller Hautausbreitungen an Ohren und Nase von den insektenfressenden Fledermäusen sich unterscheiden. Der Kopf ist demjenigen eines langschnauzigen Hundes sehr ähnlich; der Daumen lang und großkrallig, meist trägt auch der Zeigefinger noch eine Kralle. Die Tiere hängen sich gesellig, oft zu Tausenden zusammen, tagsüber in den Wipfeln großer Bäume zum Schlafe auf und nähren sich nachts von Früchten, wobei sie oft in den Pflanzungen große Verheerungen anrichten. Indessen fressen sie auch Vögel und selbst Fische. In neuerer Zeit hat man sie oft lebend nach Europa gebracht, doch nie sehr lange halten können. In ihrer Heimat mästet man sie in der Gefangenschaft und ißt sie. Sierzu Abbildung auf Tafel: Handflügler.) Der auf den Inseln des Indischen Archipels einheimische Große Flederhund oder Kalong (P. edulis) ist das größte fliegende Säugetier; er erreicht 40 em Körperlänge und 155 m Spannweite der Flügel. In Afrika lebt eine etwas abweichend gebaute Gruppe, die Nachthunde (Cynonyeteris), die sich besonders durch einen kurzen Schwanz von den schwanzlosen ostindischen F. unterscheiden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 886Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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