FeedFlößer
TierreichBrockhaus 1882

Flößer, zumal wenn dem in das Unterwasser tauchenden F. unterhalb des Durchlasses eine andere Richtung gegeben werden muß. Dort, wo Wasserfälle, Stromschnellen die normale Flößerei unmöglich machen, finden sich eigene Floßkanäle angelegt. Eine interessante Anlage dieser Art findet sich am Traunfall bei Gmünden. Floßhäfen dienen teils zur sichern Bergung bei Hochwasser und Eisgang, teils zur bequemen Landung, häufig aber auch zum Umbau kleinerer F. in größere. Faa die Extremitäten der Fische (s. d.). lossen oder Masseln (frz. queuse, engl. pig) in der Eisenerzeugung, die durch Erstarren des aus dem Hohofen in flache, in den Sand gegrabene Mulden geleiteten flüssigen Eisens sich bildenden Blöcke; auch die Stücke, in welche die auf gleiche Weise gebildeten Platten zerschlagen werden. lossenfüßer, s. Robben. lossentaucher, s. Pinguine. loßßgraben, ein 92 km langer Graben, der unterhalb Zeitz von der Weißen Elster abzweigt und sich bei Lützen in zwei Arme teilt, von denen sich der eine bei Keuschberg mit der Saale, der andere bei Pretsch mit der Luppe verbindet. Der flößbare Graben wurde 1579—87 gebaut. — F. heißt auch ein 21 km langer Graben, der bei Elsterwerda aus der Schwarzen Elster bis oberhalb Riesa zur Elbe führt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 920Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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