FeedFlüela (die)
ErdkundeBrockhaus 1882

Flüela (die), ein Paß der Rhätischen oder Graubündener Alpen (s. Alpen, 10) auf der Wasserscheide zwischen dem Landwasser (Rhein) und dem Inn (Donau), verbindet das Davos mit dem Unterengadin. Die Flüelastraße, eine 1866 und 1867 erbaute Poststraße, 27 km lang, zweigt bei Davos-Dörfli (1557 m) südöstlich von der Thalstraße ab und steigt durch das Flüelathal, über Wiesen und Weiden, durch Lärchenwald und Alpenrosenbuschwerk, an den kleinen Schottenseen vorbei, zu der kahlen steinigen Paßhöhe (2405 m) zwischen dem Weißhorn (3089 m) und dem Schwarzhorn (3151m) hinauf. Von der Höhe, die ein Bergwirtshaus, das Flüelahospiz, trägt, senkt sich die Straße in vielen Windungen über die Alpweiden von Chant-sura und Pra in das Susascathal hinab und erreicht bei Süs (1430 m) an der Mündung desselben die große Straße des Engadin. Flü'tlen, ital. Fidra, Dorf im schweiz. Kanton und Bezirk Uri, liegt 437 m über dem Meere, 2,5 km nördlich von Altorf, 10 km südlich von Brunnen am obern Ende des Vierwaldstättersees, besitzt eine Pfarrkirche, ein altes Schlößchen, ein Warenhaus, einen geräumigen Hafen und mehrere Gast- und Kurhäuser und zählt (1880) 1425 E. meist kath. Konfession und deutscher Zunge (293 Italiener). Als Vereinigungspunkt der Axen⸗ und der Gotthardstraße, der Dampferlinie Luzern-F. und der Gotthardbahn ist F. einer der wichtigsten Uferorte des Vierwaldstättersees. Kammergeschütze, welcher dem Geschoß die Richtung verleiht. (S. Geschütz.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 925Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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