Maloja (ital. Maloggia), Alpenpaß im schweiz. Kanton Graubünden, verbündet die Thäler Engadin und Bergell. Die 43 km lange Poststraße über den Paß, 1835—39 als westl. Fortsetzung der Julierstraße erbaut, zieht sich von Silvaplana (1816 m im Oberengadin fast eben dem linken Ufer des Silvaplaner⸗ und des Silsersees entlang zu der aussichtsreichen Paßhöhe, die 1811 m über dem Meere, nur 15 meüber dem Silsersee sich als breite Hochebene zwischen den Ausläufern der Pizzo Lunghino (2780 m) und des Pizzo della Margna (3156 m ausdehnt und die Wasserscheide zwischen dem Inn und der Maira (s. d.) bildet. Von der Höhe, die ein großes Kurhaus mit mehrern Nebengebäuden, Villen u. dgl. trägt, senkt sich die Straße westlich in 16 Windungen nach Casaccia (1460 m) und zieht sich durch das Bergell der Maira entlang bis Chiavenna (317 m), wo die Splügenstraße beginnt. Der nach dem Passe benannte Bezirk Maloja des Kantons Graubünden umfaßt die Kreise Bergell und Oberengadin und zählt (1880) auf 933 aEm 5335 meist reform. E. Malojaroslawez, Kreisstadt im russ. Gouvernement Kaluga, am rechten Ufer der Luscha, mit (1882) 5173 C., Krankenhaus und Kloster, bekannt durch die Schlacht vom 24. Okt. 1812, welche Napoleon I. zwang, auf der Straße nach Smolensk seinen Rückweg anzutreten.