Folkunger, Name eines mächtigen schwed. Geschlechts, das unter einer Reihe von schwachen Königen immer größern Einfluß gewann und endlich mit Waldemar 1250 die Königswürde erlangte. Die Regierungszeit der F. (in Schweden bis 1365 und nachher in Norwegen bis 1387) ist durch unaufhörliche Streitigkeiten zwischen den Gliedern des königl. Hauses gekennzeichnet. (S. Schweden, „Geschichte.) Es regierten nacheinander Waldemar bis 1275, Magnus Laduläs (1275—90), Birger bis 1318 und Magnus Erikson (Smek) 1319— 65. Durch die Vermählung des Häkon (eines Sohnes des letztgenannten) mit der dän. Prinzessin Margarete ward die bald nachher erfolgte Uniono der drei skandinav. Reiche angebahnt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 942Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei