FeedAlbrecht II. von Mecklenburg
GeschichteBrockhaus 1882

Albrecht II. von Mecklenburg, König von Schweden, zweiter Sohn des vorigen, ward 30. Nov. 1363 von den schwed. Reichsständen zum Könige erwählt, nachdem sein Oheim Magnus II. Erikson, der letzte König aus dem Hause der Folkunger, und dessen Sohn Hakon von Norwegen der Regierung für unfähig erklärt worden. Beider Widerstand gegen die Thronveränderung scheiterte 1365 in der für sie unglücklichen Schlacht bei Linköping, in welcher Magnus Nurwenet genommen wurde. Hakon, der zu den Norwegern floh und auch von seinem Schwiegervater Waldemar III. von Dänemark Hilfe erhielt, wurde nach mancherlei Wechselfällen des Kriegs 1371 zu einem Frieden mit A. genötigt und mußte samt seinem Vater allen Thronansprüchen entsagen. In dem Bestreben, sich größere Mittel zu sichern, und durch Begünstigung der Fremden brachte A. den Reichsrat und das Volk so sehr gegen sich auf, daß im Kriege mit Hakons Witwe, der Königin Margarete von Dänemark und Norwegen, ein großer Teil seiner sngteichen in den Reihen der Feinde focht. Bei so ungleichem Kampfe verlor er 24. Sept. 1389 die Schlacht bei Falköping und seine sbrnlich Margarete gab ihm erst nach seiner förmlichen Verzichtleistung auf den schwed. Thron 1395 die Freiheit wieder. Er zog sich darauf nach Mecklenburg zurück, das ihm durch den Tod des ältern Bruders Heinrich III. 1384 zugefallen war, und starb 1. April 1412. Vgl. Lisch, «A. II., Herzog von Mecklenburg» (Schwerin 1835).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 350Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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