Alkohol, m., frz. alcool, m., engl. aleohol, ist eine Flüssigkeit, wel che durch eineneigenthümlichen Gährungshaltigen Substanzen dargestellt 1155 durch Destillation und wiederholte Entwässerung der Deslliren Flüssgkeit mit Chlorcalcium oder gebranntem Kalk in 99— entrirtem Zustand als absoluter Alkohol erhalten wird. Spezifisches Gew. — 0/49, Siedepunkt = 78 Wärme, Gefrierpunkt noch über 100 Kälte. Je nach dem geringeren und größeren Wassergehalt des Alkohols führt derselbe Namen Weingeist Epiritus vini) oder Branntwein. Bei Marcus Gräcus, im 8. da findet sich zuerst die Nachricht, daß man Wein durch T erhalten habe, u. im 10. Jahrh. wurde Weingeist durch Destillation allgemeiner von den arabischen Aerzten aus dem Wein dargestellt. In der Neuzeit wird der wässerige A.besonders aus dem Stärkemehl der Kartoffeln und Getreidearten, sowie aus dem Zuckersaft der Rüben fabrizirt. Will man aus Stärkemehl A. erzeugen, so muß aus demselben erst Krümelzucker oder Fruchtzucker gewonnen whennen es geschieht dies bei den Getreidearten durch Vermittelung des Keimungsprozesses, bei dem die Diastase entsteht, durch welche die Zuckerbildung aus der Stärke vermittelt wird. Der A. findet in sehr verschiedenen Konzentrationsgraden Ver-IOTHIEK DELBERG O Universitatsbibliot wendung. Man prüft diese mittels des Alkoholometers od. der Alkoholwäge, s. Aräometer, und nennt A. von 100%/ absoluten, von 80 -90% höchst rektifizirten, von 60/½ rektifizirten Weingeist und von 30—50% Branntwein. Konzentrirt ist er ein wichtiges Lösungsmittel für Harze und Lacke; s. Weingeistfirniß. Außer dem gewöhnlichen A. kennt die Chemie noch eine große Anzahl von aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehenden Verbindungen, welche dem Weingeist in vielen Beziehungen ähnlich und mit dem gewöhnlichen A. in eine Reihe zu stellen sind. Die nachbenannten Alkohole unterscheiden sich z. B. bezüglich ihrer Zusammensetzung vom gewöhnlichen A. nur dadurch, daß sie entweder weniger oder, die meisten derselben, mehr Kohlenstoff und Wasserstoffatome, dagegen alle gleichviel Sauerstoff enthalten. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal bilden die Siedepunkte, welche meist höher sind als der Siedepunkt des gewöhnlichen A.s. Methyl-Alkohol oder Holzgeist, Aethyl⸗ „ „ gew. Alkohol, Propyl⸗ „ Butyl-Oenanthyl-, „ (lim Weinbouquet), Cetyl⸗ 3 „Aethal (im Walrat), Cerotyl⸗ „ „Cerotin (im Wachs), Phenyl⸗ „ „ Karbolsäure (in den Stein⸗