Holzessig durch Destillation von geschältem Laub555 namentlich Eichenholz, hergestellt war; stammt der Holzessig von ungeschältem Holz, so gelingt die Entfernung der Ole schwer; bei Verwendung von harzigem Holz ist sie kaum erreichbar. Der technisch dargestellte H. ist eine wasserhelle oder schwach gelbliche Flüssigkeit von höchst eigentümlichem, nicht angenehmem Geruch und höchst widerwärtigem Geschmack, der selbst nach starker Verdünnung noch hervortritt. Durch letztere Eigenschaft wird er zum Denaturieren des Spiritus geeignet, da ein aus einem Gemisch von Spiritus und H. durch Verdünnung hergestellter Branntwein ganz ungenießbar ist. Der käufliche Holzgeist ist nicht reiner Methylalkohol, sondern enthält noch verschiedene fremde Körper. Zur Entfernung der letztern verwandelt man den H. durch anhaltendes Kochen mit entwässerter Oxalsäure in Oxalsäure-Methyläther, welcher krystallisierbar ist und durch Abpressen von fremden Beimengungen befreit wird. Durch Kochen des Athers mit wässerigem Alkalihydrat wird der Alkohol wiederhergestellt und durch Rektifikation über von Krystallwasser befreitem Kupfervitriol entwässert. Der so rein dargestellte Methylalkohol ist fast geruch⸗ und geschmacklos, von O,800 spezifischem Gewicht, siedet bei 66, mischbar in allen Verhälthältnissen mit Wasser, Alkohol, Ather, brennt mit schwach bläulicher, nicht leuchtender Flamme und verhält sich im übrigen ganz wie Athylalkohol; bei der Einwirkung chem. Agentien entstehen den Athylverbindungen homologe Verbindungen. 0—