FeedApotheke
HeilkundeBau-Lexikon 1881

Apotheke, f., vom griech. ον Speicher, bei den Römern jeder Kaufladen; später auf Spezereiladen, jetzt auf Arzneiverkaufslokal übertragen. Die Erfordernisse eines guten Apothekengebäudes sind in der Hauptsache folgende: ein heller, geräumiger, mit den nöthigenRegalen, Kästen re. versehener Laden, mit einem Ladentisch, Gestell für mehrere Wägen, Ofen und Ruhesitze für Kunden, die auf Arzneien warten. Ein Laboratorium, hell, geräumig, trocken, feuerfest und gut ventilirt; daneben, womöglich vom Laden aus zugänglich, ein Raum für fertige Präparate in möglichster Nähe, anstoßend an das Laboratorium ein Raum zum Stoßen der festeren Stoffe, zum Zerpressen der Pflanzen etc., also mit Mörsern u. einer Presse versehen; ein Packraum; einige kleine dunkle und kühle, mehrere große helle, trockene u. luftige Niederlagen, eine Giftkammer etc. Endlich neben dem Laden ein Zimmer für den Nachtdienst habenden Gehülfen, u. die nöthigen Wohnräume für Gehülfen u. Lehrlinge, auch ein Zimmer zum Aufenthalt, zum Essen etc., für dieselben. WF. Apothema, n. frz. apotheme, m., eine aus dem Mittelpunkt eines regelmäßigen Vielecks auf eine Seite desselben oder von der Spitze einer Pyramide auf eine Seite der Grundfigur gefällte Winkelrechte.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 137Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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