FeedAusfüllung
BaukunstBau-Lexikon 1881

Ausfüllung, f., 1.(Erdarb.)frzremblayagenm., s. v. w. Aufschüttung, A., wenn der auszufüllende Platz vorher eine Vertiefung bildete. — 2. (Hochb.) A., franz. Combleiglit / mothes 18815bd1/0208 ment, remplissage, m., engl. pugging, unter dem Fußboden, auch Ausschüttung, Verfüllung genannt; a) auf Kellergewölbe; sofort nachdem dieselben geschlossen und hintermauert worden sind, wird eine dünne Lehmschicht, vielleichtd von 2—5 em. Stärke, gleichmäßig aufgetragen und mit einem leichten Holzschlägel festgeklatscht. Darauf wird grober Kies, der beim Durchwerfen des Bausandes übrig geblieben, auf die Lehmschicht bis zu Höhe des künftigen Fußbodens aufgeschüttet. Nun geht der Ausbau vor sich; kommt man dann an das Legen der Parterrefußböden, so werden von dem Kies wieder 4em. weggenommen u. durch Steinkohlenasche (s. d.) ersetzt, dann die Vertiefungen für die Lagerhölzer gemacht und mit Salz ausgestreut, hierauf eingeebnet, ausgeglichen u. gedielt;, b) auf Balkenlagen werden zuerst die Fugen des Fehlbodens (s. d.) mittels einer Spachtel forgfältigst m. Sandlehm verstrichen, dann Schutt od. Sand aufgetragen, bis in gleiche Höhe mit den Balken; dieser nicht zu grobe Sand od. Schutt muß ziemlich fest gestampft werden. Hierauf verfährt man wie bei a.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 196Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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