Bacchus, auch Bakchos, Jakchos, od. nach dem Indischen Schiwen Devanischi, Dionysos genanntgriech Mythol.)/ ohn des Zeus und der Semele Thyone (Erde), bei den Agyptern des Ammon u⸗ der Amalthea, also des Gewitters und der Erde, die Sonne im Aquinoktialstier (deswegen hier u. da miteinem Stierkopf abgebildet), daher auch Gott des Weinbaues u. infolge dessen Patron der Weinbauer, Weinhändler und Schutzgott der Trinkgelage, aber auch Pn Symbol der zeugenden Natur (Phallos), des Landbaues und der auf demselben fußenden Kultur sowie er dramatischen Die ihm geweihten Feste heißen Bacchanalien, O Orgien, Dionysien. In Bacchuszügen wird er dargestellt auf einem Triumphwagen, von Panthern gezogen; sein Erzieher Silen auf einem Esel reitend, von Frauen unterstützt; Bacchantinnen oder Mänaden, d. h. leicht aufgeschürzte Mädchen, mit Wein und Epheu bekränzt u. mit Thyrsusstäben (s. d.) bewaffnet, umtanzen ihn. In seinem Gefolge erscheinen ferner: der assyrische König Staphylos (Rebe), dessen Gattin Methe (Rausch) u. sein Sohn Botryos (Traube); der Panther ist 20—8 geheiligt. Er selbst wird meist als Jüngling, nur in Darstellungen seines indischen Triumphzugs als bärtiger Mann mit weitwallendem Gewand abgebildet. Seine Gattin war Ariadne, mit der er den Oenoxion (Weintrinker) Tne Attribute: Stirnbinde, Epheu und Weinranken, Thyrsus, Trinkgefäße, Korb, Schlauch u. Wanne, Löwen, Tiger, Panther, Esel, musikalische Instrumente, Fackeln, komische u. tragische Maskenetc. Erst im späteren Mittelalter stellte man ihn als übermäßig dicken Knaben, auf einem Faß reitend, dar. Buch, m., frz. ruisseau, m., engl. beck, rivulet, ital. ruscello, kleines, natürliches fließendes Wasser; die Regulirung desselben behufs der Wiesenbewässerung s. Art. Bewässerung. Die Bäche werden gewöhnlich folgendermaßen eingetheilt: 1. Gletscherbach; diese wachsen oft im Frühjahr zu reißenden Etrömen an und versiegen im Herbst u. Winter. 2. Gieß-od. Waldbach, frz.torrent, m. engl. brook; sie sind s relen in allen Jahreszeiten mit Wasser ver sehen, da sie Quellen haben. 3. Rausch⸗, Sturz⸗ oder Staubbach; diese sind Gießbäche, die sich über Felsen u. steile Berpflächen herabstürzen. 4. Wild- oder Regenbach, frz. ravine, f., engl. xill; so nennt man quellenlose, nur durch den Regen erzeugte Sturzbäche. 5. Regenfließ, dasselbe für ebeneres Land, was Wildbach für das Gebirge. 6. Faulbach, in Ebenen, also sehr langsam fließend. 7. Steppenbach, Bach, welcher sich ohne eigentliche Mündung in Sand oder Sumpf verliert.