Baues höchst unbequem ist. In Mittel⸗ u. Süddeutschland werden meist die Exempel für die Berechnung der Materialien und einzelnen Arbeiten mit in den Anschlag aufgenommen, in Norddeutschland aber die Massenberechnungen und Berechnung der Materialien als Vorbereitung getrennt behandelt; dies macht den eigentlichen Anschlag übersichtlicher, erschwert aber auch die Kontrole über mehrere von Konkurrenten eingegebene Anschläge, da diese Berechnungen nicht mit abgeliefert werden. Nach Busch, „Die Bauführung“, 2. Aufl., Leipig, Otto Spamer 1875, ist die Eintheilung folgende: A. Maurerarbeit inel. Erdarbeit, mit einer Unterabtheilung a) für Arbeitslohn u. b)für Maurermaterialien, B. Steinhauerarbeit, O. Zimmerarbeit, D. Dachdeckerarbeit, E. Tischlerarbeit, F. Schlosserarbeit, G. Glaserarbeit, H. Tüncher-u. Weißbinderarbeit, I. Tapeziererarbeit, K. Spengler⸗ (Klempner-harbeit, L.Pflasterarbeit, M.allgemeineKosten. Da aber vielfach die Tüncherarbeit von den Maurern, die Tischlerarbeit von dem Zimmermeister mitgefertigt wird, anderwärts Erdarbeit und Lehmarbeit von den Maurern, Sbibliothek Heidelberg die Lackirerarbeiten vom Anstreicher nichtmitübernommen werden etc., so ist diese Eintheilung nicht allgemein brauchbar, so dringend wir sonst das Buch, bes. wegen der Einzelnotizen, die es enthält, empfehlen können. Man wird in der Praxis fast stets Schwierigkeiten begegnen, wenn man die in Werken oder Schulen gegebenen Anweisungen zu Anfertigung von Anschlägen befolgt. Wir geben daher hier Anweisungzu Fertigung eines Anschlags, wie wir ihn in unserer Praxis für am zweckmäßigsten angeordnet erkannt haben. I. Einleitung, zugleich genaue Baubeschreibung enthaltend. Dieselbe zerfällt in folgende Unterabtheilungen, von denen vielleicht die eine u. andere im gegebenen Fall wegbleiben kann. 1. Kurze Beschreibung des Grundstücks, der Lage desselben und der Lage des Gebäudes im Grundstück. 2. Beschreibung der in der Umgebung des Gebäudes nöthigen Arbeiten, z. B. Pflasterung des Hofs, Einfriedigung, Anlage eines Gartens, Legen von Trottoirs etc. 3. Beschreibung des Gebäudes selbst, geschoßweise, beim Souterrain beginnend. 4. Beschreibung etwaiger zierender Zuthaten, die nicht eigentlichzum Gebäude gehören, Statuen, Springbrunnen, Vasen, Laternen etc. 5. Entwurf zu einem Lieferungskontrakt, mit Campagneplan, d. h. tabellarischer Uebersicht der Termine für die Vollendung der einzelnen Geschosse etc. II. Anschlag selbst. Dieser wird auf Formularpapier geschrieben, dessen Rubriken wie beistehend abgetheilt, überschrieben und ausgefüllt werden: 3423/ Kbm. Erdreich aus47/123 Mille Lehmsteine zu Dies ist das Formular für die Reinschrift; im Konzept bedarf man fast für jede Arbeitsart eine anders eingerichtete Rubrizirung, für welche wir bei den einzelnen Abtheilungen Notizen geben. A. Erdarbeiten. 1. Ausgrabung der Gründung. Die Mäße werden nach dem landesüblichen Längenmäß, nach Länge, Breite und Tiefe der Grundgruben geordnet, im Konzept in dazu passend eingerichtete Rubriken eingetragen, in die nebenstehende Rubrik das Kubikmäß eingesetzt, daneben kommt der Einzelpreis für eine Kubikeinheit u. daneben d. Totalpreis für den betreffenden Posten; endlich wird unter dem letzten Posten die Summe gezogen u. mit No. bezeichnet. Die Preise richten sich nach der Härte des Bodens sowie danach, ob das Ausgegrabene blos aus der Grundgrube herauszuwerfen oder ein Stück fortzukarren ist, ob es mit Wagen fortgeschafft wird u. ob dieses Abfahren gleich mit im Preis inbegriffen ist oder nicht. Am besten thut man allerdings, das Abfahren von dem Ausgraben zu trennen U. letzteres, resp. inel. des Abkarrens nach einer etwa auszufüllenden Stelle,den Arbeitern direkt nach dem Kubikmäß in Akkord zu geben, wobei man dann die Grube nach ihrer Vollendung oder in gewissen Perioden, z. B. wöchentlich, OTHgK ausmißt u.nach der Zahl der dabei beschäftigt gewesenen Arbeiter die angewachsene Lohnsumme repartirt. Verfließen mehrere Wochen und man will erst nach Vollendung des Ausgrabens ausmessen, so giebt man den Arbeitern wöchentlich eine Abschlagszahlung, deren Betrag bei Vollendung wieder von der Totalsumme abgezogen wird. 2. Auffüllung. Die Rubrizirung des Konzepts ist ganzähnlich wie bei 1. Ist der ganze Bauplatz aufzufüllen, muß man also Erde oder anderes Auffüllungsmaterial herzufahren lassen, so kann man gleich mit dem Anfahren zusammen das Breitschaufeln und oberflächliche Planiren in Akkord übergeben; man kann aber auch das Anfahren incl. des Ankaufs für das Füllmaterial als besondern Posten, und zwar als einen Posten für die ganze Masse, in Rechnung stellen. Reicht aber das Ausgegrabene zu Auffüllung der tiefgelegenen Stellen hin, so kann man dieselbe gleich den Ausgräbern mit überlassen. 3. Planiren, Beetemachen re.; die Rubrizirung und Verrechnung kann wie oben erfolgen, bei Planirung sehr coupirter Terrains aber auch blos nach dem Flächenmäß mit Zugrundelegung eines Pauschpreises, der sich nach der ungefähren mittleren Höhe berechnet. Die Arbeit selbst geschieht am besten erst nach Vollendung des Auf⸗