Bauweise, als Zweigstil des phönikischen und von demselben abhängig. 2. Kleinasiatische Gruppe, von der ägyptischen, assyrischen, medischen und persischen Kunst beeinflußt, u. ihrerseits wiederum nicht ohne Einfluß auf die Gestaltung des griechischen Stils; s. d. Art. lykische Bauten. D. Baustile der Völker mit direkt vererbter Kultur. I. Heidnische oder sogenannte klassisch-antike Stile. a) Pelasgische Kunst in Griechenland. Aus Elementen von mehreren der oben genannten Stile, bes. des ägyptischen und phönikischen Stils und der kleinasiatischen Bauweisen zum Stil durchgebildet. b) Aeltere etruskische Bauten. Abzweigung der pelasgischen Kunst, mit großer Annäherung an Aegyytisches und Phönikisches. c0) Griechischer Stil. Unter weiterer Einwirkung ägyptischer u. phönikischer sowie kleinasiatischer Vorbilder aus der nicht zum Stil durchgebildeten Bauart derPelasger auf dem klassischen Boden des empfänglichen Hellas zum selbstständigen Stil durchgebildet. Zerfällt in folgende Bauweisen oder vielmehr Periodengestaltungen: S. d. Art. Griechischer Stil. d) Italisch-etruskischer oder tuskischer Stil; aus dem älteren etruskischen entstanden, bildet den Uebergang zu dem römischen. e) Römischer Stil. Im Anfang sekundär, aus tuskischer Konstruktion mit griechischer Formgebung und Ornirung zusammengestellt, erst allmählich durch Verwachsung dieser beiden Elemente sich zum selbständigen Stil heranbildend; nach der Detailgestaltung in fünf Ordnungen zerfallend: II. Frühmittelalterlich-christliche Gruppe. 1. Altchristlicher Baustil. Römische Formen nachchristlichem Bedürfnis neu organisirt und zum selbstständigen Stil herausgebildet. Tritt zuerst auf als a) lateinische Bauweise in Italien, welche gewöhnlich im engern Sinn altchristl. Bauweise genannt wird; ehe sie zu einem wirklichen Stil sich abzurunden vermochte, zerfiel sie bereits in lokale Zweige, unter denen man etwa einen lombardischen, einen fränkischen (erste Merovingerbauten) nennen könnte, und welche bei weiterer Entwickelung zu Vorstufen und Zweigen des frühromanischen B.s wurden. b) Die sassanidische Bauweise, neben a aus römischen Formen hervorgegangen, unter Aufnahme persischer, ägyptischer und assyrischer Elemente. 2. Der byzantinische Baustil, neben 3. aus echt rö: mischen u. orientalischen Formen; auch er trieb lokale Abzweigungen, unter denen zu nennen sind, die abessinische, armenische, koptische, mingrelische, russische und serbische Bauweise, sowie die Ostgothenbauten. 3. Der romanische Baustil, aus dem lateinischen mit Hinzutreten byzantinischer Elemente hervorgehend u. sich vom sekundären zum primären durcharbeitend. Hier kann man unterscheiden: a) Vorstufen: Merovingerbauten u. Ostgothenbauten; b) frühromanischer Baustil der Karolingerzeit 774—900, mit der Abzweigung der angelsächsischen Bauweise u. dem Unterzweig der irischen Bauten; c) mittelromanischer B., Zeit der Sachsenkaiser, 900—1050; d) spätromanischer B. der fränkischen Kaiser, 1050—1150, mit der lombardischen Bauweise als HEIDELBERG O Universitatsbiblic Abzweigung; e) Uebergang zum gothischen Stil, Zeit der 4. Die normannische, ziemlich selbständig von den unter 3, —e genannten, aus frühromanischen u. direkt orientalischen Elementen, vielleicht auch noch Ueberbleibseln des phönikischen B.s, der nordischen Nationalität und dem jedesmaligen Terrain gemäß entwickelt, dann ebenfalls zur Gothik führend, sekundär; s. anglonormannisch Und normannisch. 5. Die norwegische Holzbauweise, wesentlich spätromanisch, mit normannischen und einzelnen keltischen und direkt orientalischen Anklängen. Dabei ist zu bemerken, daß auch die 1—4 erwähnten Bauweisen Holzbauten hervorbrachten (s.d. Art. Holzarchitektur), welche sich aber nicht so schroff von dem Hauptstil absonderten wie die norwegischen. III. Kittelalterlich-islamitische Gruppe, fast gleichzeitig mit der vorigen. 1. Der alte Stil, arabischer Baustil, aus altchristlichen, byzantinischen und persischen Elementen etc., 630—900, primär. 2. Der mittlere Stil, verzweigt in a) maurischer B. aus dem arabischen, mit altchristlichen u. normannischen Elementen unter dem Einfluß europäischer Verhältnisse, 900—1480, sekundär, s. auch d. Art. Mozarabisch; b) die sarazenische Bauweise in Aegypten, 820 — 1460, aus dem arabischen Stil unter koptischem Einfluß; e) sarazenische