Lydion, n., griech. dioy, lydische 0 1 griec Fuß lang, ½ Fuß breit (068 m. lang, 0, m breit). lònkische Bauwerke, u. PI. Lykien, eine Landschaft de südwestlichen Kleinasien, eine von Pisidien, Karien ur Pamphylien begrenzte Halbinsel, war von einer friedli benden, wohlgebildeten Völkerschaft bewohnt, die de pelasgischen Stämmen angehört zu haben scheint; auf iht Kultur hatten erst die Aegypter, später die Assyrer, Med und Perser, vielen Einfluß, während wiederum sie auf d Kultur der Griechen Einfluß übten u. ein Theil von ihne durch ihre Auswanderung nach Griechenland ein ander durch Uebersiedelung nach Italien ihre Kultur dorthi verpflanzten und so die pelasgische Kunst Griechenland und die etruskische Kunst Italiens begründeten. In ihr Heimat scheinen sie, wie auch jetzt noch die Bewohner Lykiens, die Wohnhäuser fast nur aus Holz gebaut zu haben; un⸗ die Tempel vielleicht ebenfalls. Wären dieselben von Stein le gewesen, so müßte sich doch irgend etwas davon erhalten he haben. Aber nicht blos darauf, daß sie von Holz waren, m sondern auch auf die Weise, wie sie konstruirt waren, lassen en sich Schlüsse ziehen aus den einzigen Ueberbleibseln, die wir von der Kunst dieser Völker besitzen, von einer Kunst, m welche offenbar als Vorstufe der griechischen Kunst zu be-Fig. 2571. Gruppe von Felsengräbern bei Kyaneä Jaghu. ch. lassen: 1. Felsenkammern mit in den Felsen eingehauener Façade; die älteren (s. Fig. 2571, vgl. auch 2013, des S. 508, 2. Bd.) zeigen vollständige Holzkonstruktion; die nd späteren, z. B.Fig. 2014, S. 509 im 2. Bd., schon den Ueberie-gang zu griechischen Formen; noch andere, vielleicht dieälteen sten, sind nur glatte Flächen, mit einem Teppichmusterüberre zogen, ohne eigentliche architektonische Ausbildung, aber der stets mit einem Giebelfeld; bei einigen ist die Jorm nachdiegeahmt welche eigentlich der 2. Art charakteristisch ist. en Fig. 2571 giebt eine ganze Gruppe solcher Gräber, wie sie der sich bei Telmessos, Tlos, Pinara, Phellos u. Antiphellos etc. in zahlreich finden; persische Anklänge zeigen namentlich die ds Gräber von Limyra bei dem alten Arykanda; hellenistische rer Formen die von Tlos und Massikytos, Telmessos 2c. — Sitätsbibliothe Heidelberg LODF in London befindet. Der spitzbogige Giebel hat den Archäologen viel Nachdenken verursacht, zeigt aber offenbar eine Verwandtschaft mit den Dächern der Gopuras in Ostindien und könnte sich wohl aus einer Nachahmung des Hausdaches erklären lassen, wenn man annehmen will, daß die Lykier, gleich der Weise orientalischer Völker, urtempelartigen Heroon von ionisirender Architektur ausgebildet. Die Einzeltheile desselben befinden sich jetzt im Britischen Museum.