beliebigen Anzahl von Gasbrennern versehen, in der Weise, daß die Flammen dem Glas möglichst parallel brennen. Doch werden diese sogen. Gassonnen auch oft direkt im Raum, ohne Glastafeln darunter zu bringen, angeordnet, und dienen zugleich als Sauger für darüber aufsteigende Ventilationsrohre. Die Erfindung der Mitrailleusenbrenner mit Vorwärmung des Gases durch Siemens in Dresden hat diese Verwendung der Gasflammenhitze zu Ventilation auch schon für einzelne Flammen möglich gemacht. Fast wöchentlich tauchen neue Vervollkommnungen der Brenner für Gas sowohl als für Petroleum auf, und fast ebenso schnell schreitet die Ausbildung der elektrischen B. vor. Weiter in dieses Thema eingehen, hieße die Grenze dieses Lexikon überschreiten. — 3. (Kriegsb.) a. die B. der Minengänge geschieht für die Arbeiten durch das gewöhnliche Bergmannsgeleucht, am besten durch Davy'sche Sicherheitslampen, welche von Strecke zu Strecke in der Galerie aufgehängt werden. b. Die B. der Pulvermagazine u. Geschoßräume geschieht durch Lampen, welche vom Vorhaus oder von besonderen Beleuchtungsgängen aus in Beleuchtungsnischen eingeschoben werden. Diese Nischen sind durch starke Glastafeln gegen das Magazin etc. u. das Vorhaus, beziehentlich den B.s-Gang abgeschlossen und besitzen Luftzüge für die Luftversorgung der Lampe, die in den Gang etc. münden. C. B. einer Festung. Um nächtliche Belagerungsarbeiten erkennen und beschießen zu können, wendet man Leuchtraketen, die man in kurzen Zwischenräumen steigen läßt, oder elektrisches und Drummondsches Kalklicht mit Reflektoren an. — d. Ueber die Stärke der B. s. d. Art. Leuchtkraft, Photometer und Flamme. Beleuchtungsmaterialien, n. pl. Die besten Beleuchtungsmittel sind Kohlenwasserstoffe, welche, indem sie in Berührung mit der Luft verbrennen, eine leuchtende Flamme geben. Solche Stoffe sind das thierische Fett, bes. Talg und Thran, und Pflanzenöle, wie Rübsamen⸗, Leinsamenölec.; ferner geben aber auch gewisse bituminöse Mineralien, wie Stein⸗ u. Braunkohlen, fett- u. ölartige sowie auch gasige Beleuchtungsstoffe ab, wenn sie der trockenen Destillation unterworfen werden. Die Entdekkung der mineralischen flüssigen Kohlenwasserstoffe, bes. der Petroleumquellen, hat eine vollständige Umwälzung der häuslichen Beleuchtung zur Folge gehabt, und es sind dadurch eine große Anzahl sehr verschiedener Beleuchtungsapparate in Anwendung gekommen, so namentlich auch mit Bezug darauf, daß man atmosphärische Luft mit sehr flüchtigen Kohlenwasserstoffen imprägnirt und als Leuchtgas benutzt. Andere Beleuchtungsapparate sind zu dem Zweck konstruirt, daß die von flüchtigen Kohlenwasserstoffen erzeugte Flamme mit konzentrirtem oder reinem Sauerstoff, den man aus der Luft gewinnt, gespeist wird; hierauf ist die sogen. Carboxigenbeleuchtung begründet, wie sie z. B. Dr. Joseph Philipps in Köln mit Erfolg eingeführt hat; man erhält damit ein sehr reines, helles und dabei billiges Licht, welches sich gut zur Beleuchtung größerer Räume, wie Theater, Fabriksäle u. dergl., oder auch für Leuchtthürme eignet; s. übrigens auch d. Art. Gasbe-Beltkry, belfrey, berfry, baufrey, s., engl., franz. beffroi, befroi, belfroy, m. etc., 1. der Bergfriede (s. d.). — 2. Der Glockenstuhl. — 3. (Schiffb.) der Glockengalgen. Belkry-arch, bell-arch, Iouver-window, 8., engl. das Schalloch (s. d.). Belgien, Königreich. Mäße und Gewichte wie in Frankreich. Die Schiffslast hat bei Gewichtsgütern 1000 ibliothek Heidelberg CDFC kg, bei Mäßgütern 40 engl. Kubikfuß. Das verarbeitete Gold ist gesetzlich (bei 3 Tausendtheilen Remedium) 917 oder 833 oder 750 Tausendtheile fein, meist letzteres im Gebrauch; hohle Goldartikel dagegen nur 730 Tausendtheile. Verarbeitetes Silber gesetzlich (bei 5 Tausendtheilen Remedium) 934 oder 833 Tausendtheile fein, letzteres üblicher. Veraltete Längenmäße sind: die brabanter Elle in Brüssel 0,35, m., die Krämerelle in Gent = 9,Jes m.; die noch übliche Elle für ungebleichte Leinwand ⸗ 0%% m. Vergl. übrigens auch d. Art. Mäß und Gewicht.