Sicherheitslampen nennt man Laternen, welche zur Beleuchtung solcher Räume bestimmt sind, in denen sich explodierende Gasarten oder sog. schlagende Wetter, namentlich Kohlenwasserstoffe, entwickeln und der Luft, unter Bildung von Knallluft beimischen können, also vorzüglich in Steinkohlengruben und Salzbergwerken, ferner in Magazinen und Kellern, in welchen leicht entzündliche Gegenstände, wie Schießpulver, Alkohol, Ather, Petroleum u. s. w. aufbewahrt werden. Die erste Lampe dieser Art wurde von H. Davy Ende 1815 angegeben. Sie gründete sich darauf, daß eine Flamme durch ein kleinlöcheriges feines Drahtnetz nicht hindurchbrennen kann, weil die dunnen Metallfäden als vorzügliche Wärmeleiter der Flamme die Wärme rasch entziehen und dieselbe so abkühlen, daß sie außerhalb des Drahtgeflechtes erlischt. Im Innern besitzt die S. eine Ollampe, welche in einem cylindrischen oben und unten geschlossenen Ir ance von Drahtgewebe brennt. Diese Lampe war lange in den Kohlengruben ausschließlich in Gebrauch und hat die früher sehr häufigen Explosionen sehr vermindert, aber nicht ganz verhütet. Man hat daher neuerdings mehrere Abänderungen angegeben, welche alle darauf hinauslaufen, den Teil der Lampe, wo sich die leuchtende Flamme befindet, aus Glas zu konstruieren, die Luftcirkulation aber nur durch offnungen stattfinden zu lassen, welche gegen das Durchbrennen nach obigem Prinzip geschützt sind. Hierher gehören unter andern die Lampen von Upton und Roberts in England, von Dumenil, von Laurent, von Dubrulle und Combes in Frankreich und von Mueseler in Belgien. Sie sind teuerer und komplizierter, zum Teil viel zerbrechlicher als die Davysche. Am einfachsten sind noch die Konstruktionen von Mueseler und Combes. Seit es geglückt ist, transportable elektrische Glühlämpchen herzustellen, hat man auch versucht, solche als S. zu benutzen; hierher gehören die elektrischen S. von Woodhouse und Rawson, Trouvé u. a.