FeedGasheizung
TechnikBau-Lexikon 1881

Gasheizung, f., frz. chauffage m. au gaz, engl. heating by gas. Zur Leuchtgasfeuerung werden verschiedenartig konstruirte Brenner angewendet. Entweder kann man sich der in d. Art. „Atmopyre“ beschriebenen Edwardschen Gasöfen bedienen, oder man bedient sich eiserner Kästen, deren Deckel gitterförmig durchbrochen sind; in den unteren Kästenräumen stehen eine Anzahl rechteckig geformte Brenner, die durch eine Gasröhre gespeist werden. Die Konstruktion der Brenner ist etwa folgende: In ein kastenförmiges Gefäß, welches oben mit einem Drahtnetz verschlossen ist, ragt eine mit feinen Löchern durchbohrte Gasröhre, deren Ende der Form des Gefäßes entspricht. Wenn Gas durch die Röhren im Kasten ausströmt, so mischt dieses sich mit der im Kasten befindlichen Luft u. entweicht durch das Drahtnetz. Zündet man das entweichende Gemisch am Drahtnetz an, so erhält man eine blaue, sich über das Netz gleichförmig vertheilende Zlamme. Der durch die Flamme VERSUHATS- igi i-hei erzeugte Luftstrom führt fortwährend durch einige Seitenöffnungen des Kastens Luft zu dem Gas, so daß eine regelmäßige und gleichförmige Mischung u. Ausströmung des Gasstromes erfolgt. Die durch Verbrennung des Gasgemisches erzeugte Wärme wird durch denKasten dem Zimmer mitgetheilt. Diese Einrichtung bietet große Bequemlichkeit, denn von Kohlenschmutz, Asche re., welche sich im Zimmer durch die gewöhnlichen Heizeinrichtungen immer verbreiten, ist hier keine Rede; nur kommt bis jetzt die Gasfeuerung hier u. da noch theurer als die gewöhnliche Ofenfeuerung; jedoch wird sich dies günstiger gestalten, wenn die Gasindustrie zu noch größerer Ausdehnung gelangt sein wird. Es finden sich jetzt vielerlei Gasöfen in Handlungen, welche aber fast alle einen od. den andern Mangel haben, so daß es jedenfalls nöthig ist, sich von ihrer Zweckmäßigkeit durch Versuche vor definitiver Aufstellung zu überzeugen. Gaskalk, m., der in den Gasfabriken zum Reinigen des Leuchtgases angewendet gewesene Kalk. 1. Verwendung in Lohgerbereien. Der G. entwickelt beö im Freien angelegt sind, so daß ein genügender ö Luftwechsel stattfinden kann. Demgemäß ist bei formte Ziegel, scharf getrocknet, sind geeigneter zum Auslegen der Balkenfelder über den Stakhölzern als die gewöhnliche Lehmauffüllung. — 4. Zu Fabrikation von Gips kann man den G. gebrauchen; s. übr. Kalk.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 404Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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