FeedBergfriede
BaukunstBau-Lexikon 1881

Bergfriede, m., mittelhochdeutsch bercvrit, beryrit, mittelalt.⸗lat. berfredus, belfredus, franz. berfroi, beffroy, beaufroy, engl. belfry. Ueber die Abstammung des französischen beffroy ist viel gestritten worden; s. d. Art. beffroy. Die Abstammung von dem deutschen Wort B Bergfried kann aber jetzt als vollständig nachgewiesen angesehen werden. Näheres s. in M. M. a. W. — Bin werden schon im 13. Jahrh. die Hauptthürme der Burgen gen., welche sich über die übrigen Theile emporheben und dieselben beherrschen. Sie waren öfter viereckig als rund und hatten nie unter 6 m., selten über 12 m. Durchmesser bei durchschnittlich 25m. Höhe. Oben endeten sie entweder in Zinnen das Bergwerk in seiner ganzen Ausdehnung; s. d. Art. Grubenbau.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 344Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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