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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Berggrün, n., grüne Bergglasur, k., Ungarischgrün, Cirolergrün, Aupfergrün, Schiefergrün, n., chrysocolla, frz. vert de montagne, cendre verte, engl. mountain-green, Malerfarbe, die in zweierlei Formen vorkommt, 1) das natürliche Zerggrün, Malachitgrün, ein halbkohlensaures Kupferoxyd, welches in den Gebirgen Ungarns auf Kupferfahlerzen in Gestalt kleiner Körner vorkommt und gemeinhin grüner Ocher genannt wird; es besitzt eine schöne, zarte, hellgrüne Farbe, vor u. nach dem Abreiben; es wird als Oelfarbe, aber wenig als Leimfarbe gebraucht. Durch schwachenZusatz vonBleiweiß giebt Verghütklein, gerghäckel, n. eine Art Bergbarte (s. d.), welche die Obersteiger u. Geschworenen statt eines Stabes tragen. Verohaldr⸗ f., 1. s. Halde. — 2. Auch Berglehne gen., frz. pente, s. v. w. Abhang. Verghammer, m., frz. pic m. à téte, engl. mattock, ein z. B. bei Commern beim Bleierzbergbau gebräuchlicher Spitzhammer.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 344Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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