Beryll, m., frz. béryl, béril, m., engl. beryl (Miner.), ein Edelstein, dessen kostbarste Spezies der Smaragd ist. Er besteht aus kieselsaurer B.⸗Erde u. kieselsaurer Thonerde, wird in Sibirien u. Brasilien gefunden. Die wasserhellen, grünlich oder bläulich gefärbten Varietäten nennt der Juwelier Aquamarin (die smaragdgrüne Färbung rührt von einem Gehalt an Chromoxyd her), während die gelben ausschließlich den Namen B. führen u. ihre Farbe einem Gehalt von Eisenoxyd verdanken. Härte u. Glanz des B.s sind sehr bedeutend, die Härte ⸗7 —8. Er wird auf kupfernen oder bleiernen Scheiben mit Schmirgel geschliffen und auf dergl. zinnernen mit Tripel polirt. Veryllerde, k., Glycinerde, Süßerde, k., Oxyd des Berylliums (s. d.), ist ein leichtes, weißes, geruch⸗ u. geschmackloses Pulver, im Wasser nichtlöslich u. nur in der größten Hitze schmelzbar; besteht aus 67, 2 Theilen Beryllium u. 32½¾8 Theilen Sauerstoff, spez. Gewicht 3. Mit Säuren bildet sie süßlich schmeckende Salze; daher der Name Glyeinerde, Süßerde (P0rs, griech. süß). Mit Wasser verbunden, als Beryllorydhydrat, erhält man sie durch Niederschlagen einer Beryllerdesalzlösung mit einem Alkali.