Blane, m., frz., das Weiß, die weiße Farbe. 1. Blane de doreur, auch blane, m., schlechthin (Vergold.), der Grund,‚ Leimgrund; gros blanc, dieKreidepaste, die Masse zum Formen der auf das Holz zu legenden Ornamente. — 2. Blane m. de baleine, der Walrat. — 3. Blanc de Hollande, holländische Weißpappel. — 4. Blanc d'Espagne, Spanischweiß, Schminkweiß, Perlweiß, s. v. w. magisterium bismuthi, basisch-salpetersaures Wismuthoxyd, (s. d.). — 5. Blanc en bourre, Mörtel aus Kalk oder Gips mit Kuhharen; s. Härkalk. — 6. Blanc fixe, Permanentweiß. Unter diesem Namen kommt ein feuchter Teig von amorphem schwefelsauren Baryt im Handel vor. Das Permanentweiß ist blendend weiß und findet sehr ausgedehnte Anwendung als Wasserfarbe bei der Tapeten⸗, Buntpapier⸗ u. Kartenfabrikation; es wird hier mit Leimlösung in verschiedenen dünnen Schichten aufgetragen, und übertrifft an Farbe u. Deckkraft das Bleiweiß. Als Zusatz zu anderen Farben ist es bes. wegen seiner chemischen Indifferenz und Neutralität geeignet, indem es deshalb die Farbentöne fast ganz ungeändert läßt. Man stellt es im großen dar, indem man Schwerspat mit Kohle glüht, das durch Reduktion aus dem Schwerspat entstandene Schwefelbarium in Wasser löst, die Lösung mit Salzsäure zersetzt u. dann das Blane fixe durch Schwefelsäurezusatz aus der salzsauren Lösung fällt. Oder man löst Witherit (kohlensauren Baryt) in Salzsäure und fällt aus dieser Lösung das B. f. mit Schwefelsäure. Der auf beide Arten erhaltene blendend weiße Niederschlag wird auf einem Filter mit Wasser gut von der anhängenden Säure befreit Und feucht in den Handel gebracht. Permanentweiß wird bes. in Köln, Lille, Mannheim etc. fabrizirt. Die Verwendung des B. k. ist, weil diese Farbe erst seit einigen Jahren im Handel vorkommt, noch eine beschränkte; es ist unzweifelhaft, daß sie in vielen Fällen vortheilhaft verwendet werden kann; so soll sie, z. B. auf glatter Kalk⸗ od. Gipswand mit leichter Leimung einigemal dünn aufgetragen und dann mit einer dichten Bürste abgerieben, eine schneeweiße haltbare Glanzfläche geben, welche einem Lackanstrich auf Holz nicht nachsteht. B. k. kann auch als Zusatz zu den Farben, die dem Wasserglas zugesetzt werden, dienen, wie Zinkweiß, Kreide etc., bes. um die gegenseitige Zersetzung dieser Farben mit Wasserglas zu verlangsamen. — 7. B. de Goslar, der Goslar'sche Vitriol (s. d.). — B. de Meudon, de Troyes, die Schlämmkreide. — 9. B. de plomb, das Bleiweiß (s. d.). — 10. B. de zinc, das Zinkweiß.